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Columbo
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Columbo ist eine von den Drehbuchautoren Richard Levinson und William Link erschaffene, US-amerikanische Kriminalfilm-Reihe, die zwischen 1967 und 2003 von Universal Television produziert wurde. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Fernsehserie umfasst einen Fernsehfilm, einen Pilotfilm sowie zehn Staffeln mit weiteren 67 Episoden.
Im Mittelpunkt der Serie steht die Aufklärung von Mordfällen durch den Kriminalkommissar Columbo von der Mordkommission des Los Angeles Police Departments. Im Gegensatz zu ßblichen Krimiserien weià der Columbo-Zuschauer von Beginn an, wer der MÜrder ist. Bis auf wenige Ausnahmen wird anfangs jeder Folge das Tatmotiv offenbart und der Mord inklusive detaillierter Tatvorbereitungen durch den MÜrder gezeigt. Durch ihre exponierte gesellschaftliche Stellung, ihre ZugehÜrigkeit zur High Society und einen vermeintlichen Intellekt fßhlen sich die Täter dem bescheiden auftretenden Columbo zunächst ßberlegen. Im Verlauf der Episode beobachtet der Zuschauer jedoch, wie der scharfsinnige Columbo mit pedantischen Frage- und Ermittlungsmethoden den Mordverdächtigen zunehmend in die Enge treibt und letztlich ßberfßhrt.
Der Schauspieler Peter Falk prägte die Figur Columbo maĂgeblich und verhalf der Serie zu bis heute anhaltender, weltweiter Popularität.
Contents
⢠Produktion
⢠Fernsehfilm
⢠Pilotfilm
⢠Staffel 1 bis 10
⢠Drehorte
⢠Produktionsstab
⢠Produzenten
⢠Regie
⢠Drehbuch
⢠Filmmusik
⢠Besetzung
⢠Nebenrollen
⢠Biografie
⢠Vorlieben
⢠Auto
⢠Inszenierung
⢠Konzept
⢠Erzählstruktur
⢠Dramaturgie
⢠Täterprofil
⢠DVD
⢠Blu-ray
⢠Dokumentarfilm
⢠Rezeption
⢠Kritik
⢠USA
⢠International
⢠Auszeichnungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Entstehungsgeschichte
Entwicklung der Figur Columbo (1960)
Zu Beginn des Jahres 1960 gerieten die jungen, bereits in Hollywood etablierten Drehbuchautoren William Link und Richard Levinson in finanzielle NĂśte. Verantwortlich fĂźr diese Lage war ein von Januar bis Juni 1960 anhaltender Streik der Drehbuchautorengewerkschaft Writers Guild of America. Aus dieser Drucksituation heraus erfanden Link und Levinson Columbo. In den ersten verfassten Skriptversionen hieĂ der Lieutenant zunächst Lieutenant Fisher, wurde im Verlauf der Geschichtenentwicklung allerdings in Lieutenant Columbo umbenannt â eine Hommage der Autoren an die Figur Gamaschen-Colombo aus Billy Wilders Kinohit Manche mĂśgenâs heiĂ.cite-ref-1[1]
Die Figur des Kriminalbeamten Columbo entspringt zwei literarischen Vorbildern â zum einen Pater Brown, dem von Gilbert Keith Chesterton erfundenen empathischen Pfarrer, der als Hobby Kriminalfälle lĂśst, zum anderen dem Untersuchungsrichter Porfirij Petrowitsch aus Dostojewskis Roman Schuld und SĂźhne. Dieses Werk der Weltliteratur hatte das Autorenduo am College studiert. Aus Schuld und SĂźhne Ăźbernahmen Link und Levinson zudem die ungewĂśhnliche Erzählstruktur der invertierten Detektivgeschichte. Bei dieser besonderen Erzählweise verfolgt der Rezipient, der den Täter bereits seit Beginn der Geschichte kennt, wie der durchdacht vorgehende Ermittler den Tatverdächtigen Schritt fĂźr Schritt in die Enge treibt und letztlich des Mordes ĂźberfĂźhrt. Der Ermittler hat die Aufgabe, den Wissensvorsprung aufzuholen, den sowohl der Täter als auch die Zuschauer haben. Das Prinzip der invertierten Erzählweise benutzte bereits Alfred Hitchcock in seinen Verfilmungen Cocktail fĂźr eine Leiche (1948) und Bei Anruf Mord (1954).cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Erste Publikation (1960)
Die ersten publizierten Wurzeln von Columbo liegen in Alfred Hitchcockâs Mystery Magazine vom März 1960. In dem etablierten Krimiheft wurde die von Link und Levinson verfasste Kurzgeschichte May I Come In? unter dem vom Verlag eigenmächtig umbenannten Titel Dear Corpus Delicti verĂśffentlicht. In der Kurzgeschichte ermordet ein Psychiater seine Frau und verschafft sich mit Hilfe seiner jungen Geliebten ein wasserdichtes Alibi. Trotzdem wird er von Lieutenant Fisher, einem unscheinbaren, tatsächlich jedoch sehr erfahrenen und hartnäckigen Lieutenant, zur Strecke gebracht. Der Titel bezog sich auf die Schlussszene der Erzählung: Der Lieutenant klopft an der TĂźr des MĂśrders und fragt hĂśflich: âDarf ich eintreten?â, um kurz darauf den ĂberfĂźhrten zu verhaften.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Erster Fernsehauftritt (1960)
Auf Grundlage dieser Kurzgeschichte erarbeiteten Link und Levinson mit Blick auf eine im Mai 1960 gestartete NBC-Krimi-Show das Drehbuch fĂźr einen Krimi mit dem Titel Enough Rope â das erste offizielle Drehbuch mit einem Lieutenant Columbo. Der Titel Enough Rope leitet sich vom amerikanischen Sprichwort âGive him enough rope and he will hang himselfâ ab â sinngemäà âLass ihn an der langen Leine zappeln, dann wird er sich schon in seiner eigenen Schlinge verfangenâ. NBC erwarb das Skript, und so tauchte Lieutenant Columbo nur wenig später am 31. Juli 1960 im Rahmen der am Sonntagabend ausgestrahlten TV-Krimi-Reihe The Chevy Mystery Hour erstmals im Fernsehen auf. Die von Walter Slezak präsentierte Sendung wurde zuvor live on tape und in Farbe aufgezeichnet. Columbo wurde seinerzeit durch den Schauspieler Bert Freed dargestellt, als Gegenspieler und MĂśrder agierte Richard Carlson in der Rolle des Psychologen Dr. Roy Fleming. Die Autoren waren unzufrieden mit der Regie und den schlechten Produktionsbedingungen.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
BĂźhnenstĂźck (1962)
Link und Levinson glaubten weiterhin an das auĂergewĂśhnliche Potential ihrer Geschichte und schrieben, basierend auf ihrem Drehbuch Enough Rope, das BĂźhnenstĂźck Prescription: Murder (dt.: Rezept: Mord bzw. Mord nach Rezept). Theaterproduzent Paul Gregory erwarb die Rechte und besetzte das StĂźck mit durchweg hochkarätigen Topstars. FĂźr die Hauptrolle als Psychiater und MĂśrder Dr. Roy Flemming engagierte Gregory den Hollywood-Star Joseph Cotten, die mehrfach oscar-nominierte Agnes Moorehead spielte das Mordopfer Mrs. Flemming, und der oscarprämierte Thomas Mitchell spielte den stets Zigarre rauchenden Lieutenant Columbo. Das TheaterstĂźck feierte am 15. Januar 1962 in San Francisco Premiere. Von da aus tourte das Starensemble vor zumeist ausverkauften Theaterhäusern durch zahlreiche Städte der USA in Richtung OstkĂźste. PlanmäĂig sollte das StĂźck am Ende der Tournee am Broadway in New York City aufgefĂźhrt werden. Produzent Gregory und die Darsteller bemängelten hingegen das als zu langsam empfundene Tempo des TheaterstĂźcks. Doch Link und Levinson waren zu keinen Ănderungen am Skript bereit und verärgerten damit Gregory und die Schauspieler nachhaltig. Dem Publikum hingegen gefiel das ruhig präsentierte StĂźck, und Ăźberraschend stellte sich die Rolle des Lieutenant Columbo als absoluter Publikumsfavorit heraus. Doch der Erfolg des StĂźcks hielt nicht lange an. Während einer Tourneestation in Philadelphia Ende Februar erkrankte Columbo-Darsteller Thomas Mitchell schwer und musste operiert werden. Deshalb wurde er durch den als wenig charismatisch beschriebenen Schauspieler Howard Wierum ersetzt. Ohne den Superstar Mitchell fielen die Kritiken zunehmend verhalten aus. Fortan lieĂen die Besucherzahlen stark nach, und die Tournee wurde vorzeitig nach einer letzten Vorstellung in Boston am 26. Mai 1962 beendet.cite-ref-11[11]
Peter Falk wird Columbo (1967)
Unterdessen kehrten Link und Levinson zurĂźck nach Hollywood und schrieben zahlreiche DrehbĂźcher und Skripte fĂźr verschiedene TV-Krimireihen wie Alfred Hitchcock präsentiert (1961â1963), Dr. Kildare (1963) und Dr. Kimble auf der Flucht (1964â1965). AnschlieĂend erschufen sie die kurzlebige Spionage-TV-Serie Jericho, die lediglich zwischen September 1966 und Januar 1967 bei CBS ausgestrahlt wurde.
Zeitgleich suchte die boomende Fernsehwelt händeringend nach guten DrehbĂźchern fĂźr Fernsehfilme. Folglich präsentierte der KĂźnstleragent von Link und Levinson dem Produktionsunternehmen Universal Television eine erneut Ăźberarbeitete Drehbuchversion von Prescription: Murder â und stieĂ damit auf groĂe Begeisterung seitens Universal. Man einigte sich darauf, das Drehbuch als Fernsehfilm fĂźr den US-TV-Sender NBC zu verfilmen. Das sollte vorerst die KrĂśnung der Kriminalerzählung sein, die 1960 zunächst unter dem Titel May I Come In? begann, wenig später als Kurzgeschichte Dear Corpus Delicti publiziert wurde, dann zum TV-KriminalstĂźck Enough Rope umgeschrieben wurde, anschlieĂend als TheaterstĂźck Prescription: Murder kurzzeitig fĂźr Furore sorgte, um schlieĂlich als Fernsehfilm Prescription: Murder (dt. Mord nach Rezept) im Hauptabendprogramm bei NBC seinen HĂśhepunkt zu feiern.cite-ref-12[12]
Als erster Columbo-Produzent und -Regisseur fungierte der sehr erfahrene Universal-Television-Mitbegrßnder und -Vizepräsident Richard Irving. In Absprache mit Link und Levinson lieà Irving aus Budgetgrßnden den Ort der Handlung von New York nach Los Angeles verlegen.cite-ref-13[13] Nachdem Bing Crosby und Lee J. Cobb das Angebot, Columbo zu spielen, abgelehnt hatten, wurde letztlich Peter Falk fßr die Hauptrolle verpflichtet.cite-ref-14[14] Dabei befand man Falk mit 39 Jahren eigentlich als zu jung fßr die Rolle, doch Richard Irving konnte Link und Levinson von Peter Falk ßberzeugen.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]
Produktion
ProduktionsĂźbersicht
â
Hauptartikel
:
Columbo/Episodenliste
| Staffel | EpisodenÂanzahl | Erstausstrahlung USA | Erstausstrahlung USA | Deutschsprachige Erstausstrahlung | Deutschsprachige Erstausstrahlung |
|---|---|---|---|---|---|
| Staffel | EpisodenÂanzahl | Staffelpremiere | Staffelfinale | Staffelpremiere | Staffelfinale |
| Fernsehfilm | 1 | 20. Februar 1968 | 20. Februar 1968 | 11. Oktober 1969 | 11. Oktober 1969 |
| Pilotfilm | 1 | 1. März 1971 | 1. März 1971 | 17. Mai 1973 | 17. Mai 1973 |
| 1 | 7 | 15. September 1971 | 9. Februar 1972 | 10. April 1975 | 4. September 1975 |
| 2 | 8 | 17. September 1972 | 25. März 1973 | 27. Februar 1975 | 7. Januar 1992 |
| 3 | 8 | 23. September 1973 | 5. Mai 1974 | 19. April 1975 | 17. März 1992 |
| 4 | 6 | 15. September 1974 | 27. April 1975 | 18. September 1975 | 25. Februar 1992 |
| 5 | 6 | 14. September 1975 | 2. März 1976 | 24. Mai 1980 | 31. März 1992 |
| 6 | 3 | 10. Oktober 1976 | 22. Mai 1977 | 7. April 1992 | 21. April 1992 |
| 7 | 5 | 21. November 1977 | 13. Mai 1978 | 27. Dezember 1980 | 3. März 1992 |
| 8 | 4 | 6. Februar 1989 | 1. Mai 1989 | 2. April 1991 | 7. Mai 1991 |
| 9 | 6 | 25. November 1989 | 14. Mai 1990 | 16. April 1991 | 4. Juni 1991 |
| 10 | 14 | 9. Dezember 1990 | 30. Januar 2003 | 28. April 1992 | 7. September 2004 |
Fernsehfilm
â Hauptartikel: Columbo: Mord nach Rezept
Der 95-minßtige Fernsehfilm Mord nach Rezept mit Peter Falk als Lieutenant Columbo und Gene Barry in der Rolle des MÜrders Dr. Ray Flemming wurde im Juni und Juli 1967 an insgesamt 18 Drehtagen zum ßberwiegenden Teil in den Universal Studios unter der Regie von Richard Irving produziert. Mord nach Rezept wurde 1967 als Einzelproduktion konzipiert. Eine spätere Serienproduktion stand zunächst nicht zur Debatte. Der am 20. Februar 1968 auf NBC als Movie of the week ausgestrahlte Film wurde von rund 25 Millionen Zuschauern bei einer 40-prozentigen Einschaltquote gesehen und landete damit auf Platz 4 der meistgesehenen TV-Sendungen der Woche.cite-ref-18[18] In Deutschland wurde der Film am späten Samstagabend des 11. Oktober 1969 in der ARD erstmals gezeigt.
In Mord nach Rezept sind erstmals die fĂźr alle weiteren Episoden geltenden Zutaten eines typischen Columbo-Krimis zu begutachten. Der Filmhistoriker Kay Weniger dazu: âColumbos Understatement-Image, gepaart mit groĂer Zähigkeit und einer unbestechlichen Auffassungsgabe und Logik, begrĂźndete den Erfolg dieser von seinen Gegenspielern häufig unterschätzten Figur. Columbos Masche war stets, als der ein wenig zerstreut wirkende Ermittler mit zerbeultem, knatterndem Peugeot 403 und zerknittertem Trenchcoat aufzutreten und damit den Hauptverdächtigen in trĂźgerischer Sicherheit zu wiegen.âcite-ref-19[19] Der Hauptdarsteller Gene Barry konfrontiert in seiner Rolle als Psychiater Dr. Ray Flemming den ermittelnden Columbo mit einer wegweisenden Charakterisierung und Psychoanalyse des Lieutenants: âColumbo, Sie sind einfach umwerfend. Umwerfend. Sie sind bei weitem der beharrlichste Mensch, der mir begegnet ist. Aber sympathisch, das ist das Erstaunlichste daran. Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Sie sehr komisch sind? (...) Sie wirken auf mich wie ein durchtriebener Kobold, der seine Giftpfeile losschwirren lässt.(...) Die Anspielungen, die Themenwechsel, Sie stecken voller TĂźcken, Columbo. Selbst die Zigarre ist Mittel zum Zweck. Sie sind ein Schulbeispiel fĂźr Kompensation, fĂźr Anpassungsfähigkeit. Sie sind ein intelligenter Mensch, Columbo, aber Sie kaschieren es. Sie tun so als wären Sie ein Trottel. Und warum? Wegen Ihrer Erscheinung, mein Freund. Sie wissen, Sie wĂźrden niemanden durch Auftreten und Benehmen beeindrucken. So machen Sie aus den Mängeln eine Tugend. Sie arbeiten mit dem Ăberraschungseffekt. Man unterschätzt, verkennt Sie. Und so bringen Sie die Menschen zu Fall.â
Pilotfilm
â Hauptartikel: Columbo: LĂśsegeld fĂźr einen Toten
Der Quotenerfolg veranlasste NBC, den Wunsch an Universal Television zu äuĂern, Columbo als Serie zu produzieren. Doch Levinson, Link und Falk hielten es fĂźr unmĂśglich, eine wĂśchentliche Serie mit den im US-Fernsehen Ăźblichen 22 Episoden pro Jahr fĂźr die von Herbst bis FrĂźhjahr laufende TV-Seriensaison zu drehen, und lehnten ab. Als damaliger Präsident der Universal Television versuchte Sidney Sheinberg fortan, das Autorenduo und Falk immer wieder von einer Serienproduktion zu Ăźberzeugen. Nachdem sämtliche Versuche seitens Sheinberg misslungen waren, lieĂ er ein neues Format namens NBC Mystery Movie entwickeln. Bei diesem Konzept sollten sich drei Krimiserien im wĂśchentlichen Turnus abwechseln. Pro Serie mussten so lediglich sieben oder acht Episoden produziert werden, um die 22 Folgen fĂźr eine Seriensaison zu erreichen. Und Columbo sollte laut Sheinbergs Plan eine dieser drei Serien neben Ein Sheriff in New York und McMillan & Wife sein. Falk, Levinson und Link stimmten diesem Vorschlag nun endlich zu. Falk war zu der Zeit in erhebliche finanzielle NĂśte geraten, da ihn sein Manager um 100.000 US-Dollar betrogen hatte. Die Rolle versprach fĂźr Falk schnelles und vor allem viel Geld. Bedingung seitens Sheinberg war allerdings, zunächst einen weiteren abendfĂźllenden 90-minĂźtigen Columbo als Pilotfilm zu produzieren. Einerseits wollten Sheinberg und NBC sichergehen, dass die Zuschauer auch drei Jahre nach dem Erfolg des Erstlingswerks Mord nach Rezept weiterhin Interesse an Columbo zeigen wĂźrden und andererseits die Zuschauer gegebenenfalls schon einmal fĂźr die im September beginnende Serie Columbo âanfĂźtternâ.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]
Am 1. März 1971 wurde der abermals unter der Regie von Richard Irving produzierte Serienpilot mit dem Titel LÜsegeld fßr einen Toten ausgestrahlt. Nach dem erneut erheblichen Publikumserfolg veranlasste Sheinberg umgehend, sechs weitere 75-minßtige Folgen fßr die geplante NBC-Mystery-Movie-Reihe zu produzieren.cite-ref-22[22]
Staffel 1 bis 10
Staffel 1
â Hauptartikel: Staffel 1
Zwischen April und September 1971 wurden innerhalb von nur fĂźnfeinhalb Monaten unter groĂem Zeitdruck letztlich sieben Episoden fĂźr die erste Staffel gedreht, da Universal noch eine Zusatzfolge drehte, bei der Peter Falk die Funktion des Regisseurs zugebilligt wurde. In der Regel wurden fĂźr jede Folge zehn Drehtage bei einem Budget von 400.000 US-Dollar (2026: ca. 3.100.000 US-Dollar) eingeplant. Als Produzenten und Showrunner fungierten auf Initiative von Sheinberg die Columbo-Erschaffer William Link und Richard Levinson. Regie bei der ersten ausgestrahlten Columbo-Serienepisode mit dem Titel TĂśdliche Trennung fĂźhrte der erst 24-jährige Regisseur Steven Spielberg, der ebenso wie der 27-jährige Drehbuchautor Steven Bochco einen langjährigen Festvertrag bei den Universal Studios besaĂ.cite-ref-columbo-site-23-0[23] Neben Bochco wurde als weiterer Hauptdrehbuchautor Jackson Gillis engagiert, der ebenso vertraglich fest an Universal gebunden war. Als Kameramann fĂźr die Premierenepisode wurde Oscar-Gewinner Russell Metty engagiert, der zudem vier weitere Folgen der ersten Staffel drehte.
Am 15. September 1971 wurde die erste Columbo-Serienepisode TĂśdliche Trennung mit Jack Cassidy als Täter ausgestrahlt. Die Serienpremiere war erneut ein Publikums- und Kritikererfolg mit entsprechend hohen Einschaltquoten und wurde fĂźr den Emmy Award nominiert. Das Verhältnis zwischen dem Produktionsunternehmen Universal Television und Peter Falk war hingegen von Anfang an schwer belastet und blieb es bis zur 7. Staffel und dem Ende der ersten Produktionsphase im Jahre 1978. Ursache fĂźr das jahrelang von Misstrauen geprägte Verhältnis waren die entgegengesetzten Ansichten Ăźber die Art der Produktion von Columbo. Der äuĂerst qualitätsbewusste Falk wollte sich nicht dem System der als âWurstfabrikâ bekannten Universal Studios unterwerfen, die TV-Serien exakt getaktet wie am FlieĂband produzierten. Zudem berichtete das Autoren- und Produzentenduo Link und Levinson vom schwierigen Verhalten Peter Falks vor und während der Dreharbeiten. Falk rang ständig mit den Produzenten, den Regisseuren und vor allem den Managern der produzierenden Universal Studios um Kontrolle und Einfluss. Unter dem Druck der allgegenwärtigen Fristen von TV-Serienproduktionen waren die Produzenten gezwungen, schnelle Entscheidungen zu treffen. Falk wollte hingegen nicht gehetzt werden und sich alle Optionen offen halten. Rund um die Arbeit an DrehbĂźchern und in den ProduktionsbĂźros spielten sich Dramen und Intrigen ab. Wenn Studiomanager versuchten, Falk unter Druck zu setzen, explodierte Falk in Hetztiraden Ăźber das FlieĂbandsystem der Universal Studios. Falk legte sich häufig in sehr aggressiver Art mit den FĂźhrungskräften des Studios an. In Hollywood galt die Serie von Beginn an als Problemproduktion mit einem âschwierigenâ Star.
Falks eigenwillige und zeitintensive Arbeitsweise bestand darin, die DrehbĂźcher erst mit Eintreffen am Drehort zu lesen. AnschlieĂend änderte Falk die Dialogtexte selbständig und fungierte als eine Art Co-Regisseur, der den eigentlichen Regisseur und die Schauspieler nach seinen Vorstellungen leitete. Diese Arbeitsweise hatte Falk von seinem Freund, Mentor und Ikone des US-Independent-Films John Cassavetes Ăźbernommen und an die Columbo-Sets importiert. Diese fĂźr Serienproduktionen gänzlich unbekannte Arbeitsweise war sicherlich ein wichtiger Faktor fĂźr den Erfolg von Columbo, erzeugte jedoch deutlich Ăźberzogene Drehzeiten und damit nicht kalkulierte Zusatzkosten fĂźr die produzierenden Universal Studios. Zu Beginn der ersten Staffel traf Universal eine mĂźndliche Vereinbarung mit Peter Falk, die ihm zusicherte, neben seiner Tätigkeit als Hauptdarsteller zusätzlich die Regie fĂźr eine Episode zu Ăźbernehmen. Da sich Universal Television wegen der angespannten Stimmungslage nicht an die Absprache hielt, versuchte Falk seine Forderung durchzusetzen, indem er seine Arbeit zeitweise verweigerte. Während sich die Verantwortlichen um den Studio-Präsidenten Lew Wasserman von den unter Vertrag stehenden Schauspielern grundsätzlich zu keinen Konzessionen drängen lassen wollten, bestand der Fernsehsender NBC auf einer zĂźgigen Beilegung des eskalierten Konfliktes. SchlieĂlich stimmte Universal Television einem gesichtswahrenden Kompromiss zu: Link und Levinson ĂźberlieĂen Peter Falk den als kompliziert eingeschätzten Dreh der Episode Ein Denkmal fĂźr die Ewigkeit, die zum Hauptteil auf einer real existierenden GroĂbaustelle spielte. Die von Lärm, Baustaub und weiteren gravierenden Problemen geprägten Produktionsbedingungen lieĂen Falk an seine Grenzen stoĂen. Danach Ăźbernahm Falk nie wieder die Regie an einer Columbo-Episode. Trotz aller Konflikte bescheinigten Link und Levinson ihrem Hauptdarsteller Peter Falk jedoch, fĂźr die Rolle des Columbo geboren zu sein. Falk lag die Serie sehr am Herzen, und die Konflikte zwischen den Dreien sollen nie persĂśnlich gewesen sein.cite-ref-columbo-site-23-1[23]cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
Doch von all diesen Problemen rund um die Produktion von Columbo ahnte die Ăffentlichkeit nichts. Stattdessen erhielt die Serie bereits im ersten Jahr vier Emmy Awards bei insgesamt zehn Nominierungen. Unter anderem gewann Peter Falk fĂźr Columbo einen Emmy Award als bester Serienhauptdarsteller. Der groĂe Erfolg der ersten Staffel veranlasste NBC zudem, die bisher am Mittwochabend ausgestrahlte Mystery-Movie-Reihe mit ihrem Zugpferd Columbo unter dem neu erschaffenen The NBC Sunday Mystery Movie in das Sonntagabendhauptprogramm zu hieven.
Staffel 2
â Hauptartikel: Staffel 2
Wie geplant ßbertrugen die Columbo-Erfinder Link und Levinson die Aufgabe des Produzenten an Dean Hargrove, blieben der Serie allerdings als Berater fßr die Entwicklung der Drehbßcher erhalten. Als Verantwortlicher fßr die Drehbßcher der zweiten Staffel wurde der Autor Jackson Gillis engagiert, der bereits in der ersten Staffel als Drehbuchautor mitgewirkt hatte. Falk willigte ein, fßr eine Gage von 40.000 US-Dollar (2026: ca. 300.000 US-Dollar) pro Folge fßr acht weitere Episoden als Columbo vor der Kamera zu stehen.cite-ref-26[26] Falks Einfluss auf den Herstellungsprozess der Serie wuchs stetig. Die Dreharbeiten der zweiten Staffel begannen Ende Juni 1972 mit der Produktion der Episode Etßde in Schwarz und Falks langjährigem Freund und Mentor John Cassavetes als Gaststar. Falk versorgte ohnehin bereits zahlreiche seiner Bekannten mit Rollen bei Columbo. Falks Freunde Timothy Carey, Val Avery, Vito Scotti, Bruce Kirby, Fred Draper und John Finnegan gehÜrten zum Stammrepertoire der Serie und wurden immer wieder in verschiedenen Rollen besetzt. Allen voran war jedoch der ßber 70-jährige Mike Lally aus New York City, der seit Jahrzehnten als Komparse bei hunderten Filmen mitgespielt hatte. Lally wirkte bei Columbo in 25 Episoden zumeist als Komparse im Hintergrund sowie als Lichtdouble von Peter Falk bei jeder gedrehten Episode der ersten sieben Staffeln mit. Zudem kßmmerte sich Lally darum, dass Falk alles bekam, was dieser in seinem Trailer brauchte. Falk sorgte im Gegenzug dafßr, dass an Drehtagen der Fahrer zuerst Lally und dann Falk zu Hause abholte.cite-ref-27[27] Die Dreharbeiten der zweiten Staffel endeten im November 1972 mit der Herstellung der Folge Schach dem MÜrder als Hommage an das als Match des Jahrhunderts bezeichneten Schachweltmeisterschaftsspiels zwischen dem damals amtierenden russisch-franzÜsischen Weltmeister Boris Spasski und seinem US-amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer.cite-ref-28[28]
Der TV-Sender NBC zeigte sich sehr erfreut Ăźber die Entwicklung der Serie, obwohl die Ausstrahlung der ersten Folge der zweiten Staffel (EtĂźde in Schwarz) am 17. September 1972 etwas hinter den Erwartungen zurĂźckblieb. Die folgenden Episoden belegten hingegen die oberen Positionen der Einschaltquotenranglisten.
Staffel 3
â Hauptartikel: Staffel 3
Dean Hargrove, Produzent der zweiten Staffel, entschied sich, als neuen ausfĂźhrenden Produzenten und Showrunner Douglas Benton ins Boot zu holen, der bereits fĂźr zahlreiche andere Universal-Produktionen in der Position als Drehbuchschreiber und Produzent tätig war. Zudem hatte Benton schon bei der Entwicklung der meisten Columbo-DrehbĂźcher der ersten beiden Staffeln mitgewirkt. Das Team wurde vervollständigt von Jackson Gillis, Robert F. OâNeill und Larry Cohen, der aus seinem freiwilligen Londoner Exil Drehbuchideen beisteuerte.
Die Dreharbeiten der dritten Staffel wurden aufgeteilt in zwei DrehblÜcke. Die ersten beiden Episoden Ein Hauch von Mord und Wein ist dicker als Blut wurden im Februar/März 1973 gedreht, die weiteren sechs Episoden dann zwischen Oktober 1973 und Februar 1974. Obwohl die Einschaltquoten nicht mehr so konstant hoch waren wie noch in den ersten beiden Staffeln, belegte Columbo mit der am 3. März 1974 bei NBC ausgestrahlten Folge Schwanengesang mit Gaststar Johnny Cash mit 46,5 Prozent erstmals Platz 1 bei den Einschaltquoten.
Kritik hingegen gab es seitens der Serienerfinder Link und Levinson, die der Meinung waren, dass die Qualität der Drehbßcher bereits nach zwei Staffeln ausgereizt war und man Columbo hätte einstellen sollen. Insbesondere das schwache Drehbuch der Episode Teuflische Intelligenz wurde kritisiert und das Autorenduo war der Meinung, dass diese Folge niemals hätte gesendet werden dßrfen.cite-ref-29[29] Bei den Emmy Awards wurde Peter Falk fßr sein Spiel als Hauptdarsteller in Staffel 3 erneut ausgezeichnet.
Staffel 4
â Hauptartikel: Staffel 4
Von Seiten der Produktion konnte als Hauptdrehbuchautor Peter S. Fischer gewonnen werden. Die meisten Drehbuchideen steuerte weiterhin Larry Cohen bei. Nach den Dreharbeiten der ersten Folge der vierten Staffel wurde der Produzent Everett Chambers wieder zurĂźck ins Produzententeam geholt, nicht zuletzt, da er ein Freund von Peter Falk war.
Die Dreharbeiten fĂźr die vertraglich vereinbarten sechs Folgen der vierten Staffel begannen am 15. Mai 1974 mit der Episode Geld, Macht und Muskeln und endeten vorläufig am 30. Oktober 1974 auf dem Kreuzfahrtschiff Sun Princess fĂźr die Folge Traumschiff des Todes. Die Episode Der Schlaf, der nie endet wurde schlieĂlich im Januar 1975 nachproduziert. Im Laufe der vierten Staffel hoben die Universal Studios Peter Falks Gage auf 45.000 US-Dollar (2026: ca. 300.000 US-Dollar) pro Folge an, da Falk ansonsten die Arbeit verweigert hätte.cite-ref-30[30] Die Einschaltquoten gingen leicht zurĂźck, konnten sich aber gegen die ebenfalls von Universal Television produzierte Konkurrenz-Serie Kojak â Einsatz in Manhattan durchsetzen, die beim US-TV-Sender CBS lief.cite-ref-31[31]
Staffel 5
â Hauptartikel: Staffel 5
Im FrĂźhjahr 1975 startete die Produktion der nunmehr fĂźnften Staffel. Mittlerweile waren die Drehzeiten fĂźr die meisten Episoden auf Ăźber 20 Drehtage ausgedehnt und trieben die Produktionskosten immer weiter in die HĂśhe. Universal hatte in der Zwischenzeit Richard Irving damit betraut, die Kosten sämtlicher Universal-Produktionen zu Ăźberwachen. Zudem setzte NBC einen weiteren Mitarbeiter ein, der permanent die Kosten fĂźr die Columbo-Dreharbeiten kontrollieren sollte. Doch die Kosten stiegen weiterhin an, da Falk weiterhin allerhĂśchste Qualität beanspruchte. Mit dem Ende der fĂźnften Staffel endete vorerst auch der Drei-Jahres-Vertrag mit Peter Falk, und alles sah danach aus, dass trotz der immer noch hohen Einschaltquoten die im Januar/Februar 1976 produzierte, letzte Folge der fĂźnften Staffel (Der alte Mann und der Tod) auch das Ende der Krimireihe Columbo bedeuten sollte. Doch bei Universal wusste man mittlerweile, dass es letzten Endes eine Frage des Preises war, den Falk fĂźr seine zukĂźnftigen Engagements als Columbo verlangen wĂźrde. Ein Verantwortlicher seitens Universal sagte: âEs ist jedes Jahr das Gleiche. Er sagt, er hĂśrt auf - und dann bieten wir ihm die Hälfte Kaliforniens an, und er ist wieder dabei.â Und er sollte recht behalten. Falk erhielt fortan 250.000 (2026: ca. 1.400.000 US-Dollar) pro Episode ab Staffel 6.cite-ref-32[32]
Staffel 6
â Hauptartikel: Staffel 6
Um mehr eigene Filmprojekte abseits der Dreharbeiten von Columbo verwirklichen zu kĂśnnen, einigte man sich darauf, fĂźr die sechste Staffel lediglich drei Episoden zu produzieren. FĂźr die vom 14. Juli bis 6. August produzierte Episode Mord im Bistro wählten die Drehbuchschreiber mit groĂer Freude ihre eigene Serie und die ständigen Vertragsauseinandersetzungen zwischen Peter Falk, den Universal Studios und dem Sender NBC als Thema. In der Folge spielt William Shatner den TV-Publikumsliebling Ward Fowler als Inspektor Lucerne. Es fallen seitens der Studio-Bosse Sätze wie âWas glaubt dieser Ward Fowler, wer er ist?â, âJemandem so viel Geld nachzuschmeiĂen, ist Irrsinn!â und âWard Fowler ist nicht der Erste, der fĂźr unseren Sender einen Emmy gewonnen hat. Und er ist schon einer der bestbezahltesten Schauspieler Ăźberhaupt. Wenn wir jetzt seinen Forderungen nachgeben âŚâ Die Produzenten entgegnen schlieĂlich âOhne Ward Fowler wird diese Fernsehserie kein weiteres Jahr Ăźberleben. Wir verdanken es doch Ward Fowler, dass Inspektor Lucerne diese sagenhaften Einschaltquoten hat.âcite-ref-33[33]
Und tatsächlich war auch diese Staffel wieder ein Einschaltquotenrenner. Die am 10. Oktober 1976 ausgestrahlte Folge Mord im Bistro landete auf Platz 3 der wĂśchentlich ermittelten Einschaltquoten. Mit dieser Staffel und der am 22. Mai 1977 ausgestrahlten Columbo-Episode Todessymphonie endete auch die Ăra der Kriminalfilmreihe The NBC Sunday Mystery Movie. In diesem auf Rotation basierenden Format teilte sich Columbo seit Ausstrahlungsbeginn 1971 den Sendeplatz im wĂśchentlichen Wechsel mit den weiteren Kriminalfilmserien Ein Sheriff in New York, McMillan & Wife und seit 1976 Quincy.cite-ref-34[34]
Staffel 7
â Hauptartikel: Staffel 7
FĂźr die siebte Staffel handelte Falk 500.000 US-Dollar (2026: ca. 2.600.000 US-Dollar) Gage pro Folge aus.cite-ref-35[35] Als Produzent wurde Richard Alan Simmons eingesetzt, mit dem Falk einige Jahre zuvor bereits die Serie The Trials of O'Brien realisiert hatte. Die Dreharbeiten der fĂźnf Episoden der siebten Staffel begannen am 6. Mai 1977 mit der Episode Alter schĂźtzt vor Morden nicht und endeten im Februar 1978 mit der Folge Waffen des BĂśsen. Die fĂźnf Folgen der siebten und vorerst letzten Columbo-Staffel wurden zwischen dem 21. November 1977 und dem 12. Mai 1978 im unregelmäĂigen Abstand gesendet.
Im Anschluss an die Dreharbeiten zur letzten Folge gab es weder eine Abschlussfeier noch sonst etwas, das auf das vorläufige Ende der Serie hinweisen wĂźrde. UngewĂśhnlicherweise hatte Falk jedoch noch nichts weiter von NBC bzgl. einer Verhandlung zu einer achten Staffel gehĂśrt. FĂźr das Ende der Serie auf NBC gab es jedoch einige GrĂźnde seitens des Senders. Da der NBC Sunday Mystery Movie mittlerweile eingestellt wurde, in dessen Rahmen Columbo ursprĂźnglich lief, sah der Sender nicht mehr den groĂen Wert in den teuren Columbo-Produktionen. Ebenso mitentscheidend war, dass im Juni 1978 Fred Silverman vom Sender ABC als neuer Vorstandsvorsitzender zu NBC wechselte, der keinerlei Intentionen verfolgte, Columbo weiterhin zu produzieren. Silverman war innerhalb der Branche dafĂźr bekannt geworden, dass er in den 1970er Jahren ABC vom quotenschwächsten zum quotenstärksten Sender der USA transformierte, und das vor allem mit hippen, jungen Serien wie Drei Engel fĂźr Charlie und Herzbube mit zwei Damen. Zudem war die Zeit der cop characters vorbei. Sowohl die ebenfalls erfolgreichen Kojak als auch Baretta wurden bereits wieder eingestellt. Eine neue TV-Ăra mit Privatermittler-Serien wie Hart aber herzlich, Detektiv Rockford â Anruf genĂźgt und Magnum hatte begonnen.cite-ref-36[36]
Statt die Produktion von Columbo fortzusetzen, hatte Fred Silverman die Idee, eine Serie ßber Columbos nie gezeigte Frau zu drehen, und finanzierte den kurzlebigen Spin-Off Mrs. Columbo. Nach dem Flop gab es Ende 1979 wieder Diskussionen um eine Neuauflage von Columbo. Falk konnte sich nicht vorstellen, dass NBC Columbo nicht zurßck auf den Bildschirm bringen wßrde. NBC und Silverman wollten jedoch nur eine Episode pro Jahr produzieren, während Falk auf vier Folgen plus der vÜlligen Freiheit fßr Drehzeit und Budgets bestand. Weitere Versuche in den Jahren 1981, 1984 und 1986, Columbo neu zu beleben, scheiterten allesamt.cite-ref-37[37]
Zwischen 1967 und 1978 wurden in den Universal Studios in Hollywood mit Peter Falk als Columbo ein Fernsehfilm, ein Pilotfilm und sieben Staffeln mit insgesamt 43 Folgen fĂźr den TV-Sender NBC realisiert.
Staffel 8
â Hauptartikel: Staffel 8
Nach einer rund zehnjährigen Unterbrechung wurden ab Dezember 1988 wieder neue Columbo-Folgen von Universal Television produziert. Damit verbunden war ein Senderwechsel von NBC zu ABC, die ihrerseits Columbo fßr die neue Krimireihe ABC Mystery Movie als Zugpferd einplanten. Als ausfßhrenden Produzenten fßr Columbo konnte man Columbo-Erfinder William Link gewinnen, der nach dem frßhen Tod seines Autorenpartners und Columbo-Co-Erfinders Richard Levinson auf sich allein gestellt war. Von Beginn an gab es diesmal keinerlei Probleme mit Peter Falk, da man ihm die vollständige Kontrolle der Produktion, einen Posten als Co-Produzent, jegliche kreative Freiheit, die Auswahl und Ausarbeitung der Drehbßcher sowie pro Episode ein Budget von rund 2,6 Millionen US-Dollar, realistische 20 Drehtage und stattliche 650.000 US-Dollar (2026: ca.1.700.000 US-Dollar) Gage zubilligte.cite-ref-38[38]
Auf Produktionsebene fungierte, wie schon bei Staffel 7, der mittlerweile 65-jährige Richard Alan Simmons als Showrunner. Auch ansonsten verlieà sich die Produktion auf zumeist betagte Veteranen der Fernsehindustrie, die professionell abliefern konnten. Allen Beteiligten war klar, dass bei Columbo alles so bleiben sollte wie bisher, inklusive des Regenmantels, des alten Peugeots, der Zigarre und des Hundes.
FĂźr die zweite von vier Folgen der achten Staffel Die vergessene Tote war zunächst Steven Spielberg als Regisseur im Gespräch. Er sollte die Geschichte eines als âWunderkindâ betitelten Hollywood-Regisseurs in Szene setzen, dessen Hauptfigur Steven Spielberg nachempfunden war. Letztlich Ăźbernahm die Regie-Legende Leo Penn das Zepter dieser Episode.
Die Einschaltquoten der ab Februar 1989 ausgestrahlten achten Staffel erreichten nicht mehr die Werte frßherer Columbos.cite-ref-39[39] Die verhaltene Reaktion auf Columbos Rßckkehr ßberraschte alle Beteiligten. Falk, Link und Universal weigerten sich zu glauben, dass die Popkultur das Interesse an Columbo verloren hatte. Das Studio organisierte gezielte Befragungen von Zuschauern, um herauszufinden, wie und warum sich ihr Sehverhalten im Vergleich zu den 1970er Jahren verändert hatte. Die Forschungsergebnisse zeigten zunächst, dass die Zuschauer die dargestellten MÜrder zu sympathisch fanden. Sie wollten, dass die Täter kalt, unsympathisch, berechnend und ohne jegliche Reue sind. Zudem wollten die Zuschauer sehen, dass die BÜsewichte Columbo von oben herab schikanieren. Mit diesen und weiteren Erkenntnissen konnten die neuen Drehbßcher fßr die kommenden sechs Folgen der neunten Staffel zuschauerorientierter gestaltet werden, die ABC trotz der ernßchternden Einschaltquoten bei Universal Television bestellt hatte.cite-ref-40[40]
Staffel 9
â Hauptartikel: Staffel 9
Neben William Link und Jackson Gillis wurden weitere Drehbuchautoren fĂźr die Drehbuchentwicklung sowie Jon Epstein als ausfĂźhrender Produzent unter Vertrag genommen. Die Dreharbeiten der neunten Staffel begannen im Mai 1989 und endeten am 16. April 1990. Auf Wunsch von Peter Falk wurde der von ihm geschätzte Patrick McGoohan als Gaststar und Regisseur der Episode Mord nach Termin engagiert. Wie bei seinen bisherigen Engagements soll sich McGoohan laut der Produzentin Penny Adams und dem Autor David Koenig allerdings fĂźr alle anderen Produktionsmitarbeiter als âegozentrischer, rĂźcksichtsloser und äuĂerst launischer Tyrannâ herausgestellt haben. In aller Regel lehnte McGoohan die WĂźnsche und Vorschläge der anderen Crew-Mitglieder in âmit grĂśĂtmĂśglicher herablassender Manierâ ab. Besonders zu leiden hatte Kameramann Robert Seaman, der bisher alle Episoden der achten und neunten Staffel gedreht hatte. McGoohan wollte schon zu Beginn seinen eigenen Kameramann Jack Priestley installieren, mit dem er bereits 1974 die Episode Des Teufels Corporal gedreht hatte. Zur Hälfte der Dreharbeiten lieĂ folglich McGoohan den bisherigen Kameramann Seaman durch Priestley ersetzen, der fortan zudem die restlichen Episoden der neunten Staffel drehte. Auch wenn McGoohans Schauspiel herausragend war und mit einem Emmy belohnt wurde, hatte er ein weiteres Mal verbrannte Erde zwischen sich und dem restlichen Team hinterlassen.cite-ref-41[41]
Nach der neunten Staffel stellte ABC das Krimireihenformat ABC Mystery Movie wieder ein, in dessen Rahmen Columbo gesendet wurde. Trotzdem war man gewillt, weitere Columbo-Fernsehfilme zu produzieren.
Staffel 10
â Hauptartikel: Staffel 10
Zwischen August 1990 und November 2002 wurden fßr ABC insgesamt weitere 14 Columbo-Episoden als sogenannte Specials produziert, die allesamt als zehnte Staffel subsumiert wurden. Jährlich wurden nun lediglich ein oder zwei Columbos gedreht. Die stetig sinkenden Einschaltquoten lagen zumeist zwischen 10 und 15 %. Die endgßltig letzte jemals produzierte Episode Die letzte Party mit dem mittlerweile 75-jährigen Peter Falk lief am 30. Januar 2003 bei ABC und hatte mit gerade einmal noch 6 % die schwächste Einschaltquote in der gesamten Columbo-Historie.
Peter Falk erklärte sich trotz allem bereit, eine weitere, nunmehr 70., Episode zu drehen. 2007 lag dem Produktionsunternehmen Universal Television das Skript zu Columboâs Last Case (deutsch: Columbos letzter Fall) vor, das zunächst unter dem Arbeitstitel Hear No Evil angekĂźndigt wurde. Die fĂźr Februar 2008 geplante Ausstrahlung wäre auf den 40. Jahrestag der VerĂśffentlichung des Erstlingswerks Mord nach Rezept (1968) gefallen. Doch weder das Network ABC, bei dem die Fernsehreihe seit dem Beginn der achten Staffel im Jahr 1989 lief, noch die fĂźr die ersten Staffeln verantwortliche Senderkette NBC oder irgendein anderer Sender wollten mit der Umsetzung des Drehbuches ein Risiko eingehen. Charles Engel, Executive Vice President bei NBCUniversal, beschrieb das Problem folgendermaĂen: âPeter wird 80, und niemand scheint einen Hauptdarsteller zu wollen, der 80 ist. [âŚ] Die Sender sagen: ,Er ist 80, und wir wollen junge Zuschauer ansprechen.â Wir verstehen, dass es sich um ein demographisches Geschäft handelt und dass die junge BevĂślkerungsgruppe die Welt regiert. Der Trugschluss besteht darin zu glauben, dass Columbo junge Leute nicht anspricht. Er spricht alle Altersgruppen an.âcite-ref-42[42] Spätere Ăberlegungen, die Verfilmung durch Kooperation mit ausländischen Partnern zu finanzieren, wurden aufgrund Falks fortschreitender Alzheimer-Erkrankung nicht weiterverfolgt.cite-ref-43[43]
Insgesamt wurden zwischen 1967 und 2003 ein Fernsehfilm, ein Pilotfilm sowie 67 Folgen mit Peter Falk als Columbo gedreht. Nach einem Produktionszeitraum von insgesamt 35 Jahren wurde die Reihe eingestellt. Die als zeitlos geltende Serie wurde in 44 Ländern ausgestrahlt. Columbo wurde zwischen 1971 und 2003 fßr zahlreiche Fernsehpreise nominiert und gewann unter anderem 13 Emmys, zwei Golden Globe Awards und zwei Edgar Allan Poe Awards.
Drehorte
Die Auswahl exponierter Drehorte diente der Darstellung des exklusiven Lebensstils der zumeist aus der High Society stammenden Täter. Aus dramaturgischer Sicht war dies eine enorm wichtige Komponente des Serienkonzepts. Denn je opulenter und nobler die Drehorte waren, desto mehr wirkte Peter Falk in seiner Rolle als Columbo wie ein FremdkÜrper in dieser Umgebung, die bei weitem seinen sozialen Status ßberragen sollte.
Sobald die DrehbĂźcher mit den speziellen Anforderungen fĂźr die jeweiligen Drehorte erstellt waren, wurde das Universal Studios Location Department um Ken Grossmann eingeschaltet. Daraufhin suchten sie in den als wohlhabend bekannten Stadtvierteln von Los Angeles und Umgebung wie Bel Air, Beverly Hills, den Hollywood Hills oder Malibu nach geeigneten exklusiven Immobilien, die als Wohn- oder Geschäftshaus der Täter dienen kĂśnnen. Bereits der erste Fernsehfilm Mord nach Rezept zeigte, dass man grĂśĂten Wert auf exklusive Drehorte legte, um einen mĂśglichst groĂen Kontrast zu Columbo herzustellen. So diente als Wohnort der Geliebten und Komplizin des MĂśrders das Stahl House in den Hollywood Hills, bis heute eine Ikone der modernen Architektur.
Wichtig war zudem, dass die ausgewählte Location auch produktionsbedingten Anforderungen entsprach. Hier war es beispielsweise von Bedeutung, dass die Location Ăźber ausreichend Park- und Stellplätze fĂźr die Technikfahrzeuge des mehr als 70-kĂśpfigen Produktionsstabs verfĂźgte. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Innenaufnahmen jedoch in jeweils speziell angefertigten Kulissen der Universal Studios in Hollywood gedreht. Nur hier waren die Drehbedingungen optimal auf einen mĂśglichst effizienten Einsatz der Licht-, Kamera- und Tontechnik ausgerichtet, um so den eng getakteten Drehplan einhalten zu kĂśnnen. Zudem spielten einige Episoden drehbuchgemäà auch direkt auf dem Gelände eines Filmstudios. Als Beispiele dienen hier die Folgen Mord nach Rezept, Mord im Bistro und Die vergessene Tote, dessen AuĂensets zwischen den Studiohallen und kĂźnstlich angelegten StraĂenzĂźgen der Universal Studios gedreht wurden.
Einige der noblen Immobilien wurden gleich mehrfach und in unterschiedlichen Episoden als Wohnstätte der Täter eingesetzt. So diente das 1922 erbaute Luxusanwesen Enchanted Hill Ăźber den Dächern von Beverly Hills mit seinem im Hazienda-Stil erbauten Haupt- und Nebengebäuden, Tennisplätzen und einem 35 Meter langen Swimmingpool als Wohnanlage der MĂśrder in den Episoden Doppelter Schlag, Tod am Strand und Mord im Bistro. Trotz enormer Mietkosten war das Enchanted Hill auch aus Produzentensicht ein perfekter Drehort, da man hier dank der hohen Innenräume die Innensets gut ausleuchten konnte und wegen der ruhigen Lage auch Tonaufnahmen mĂśglich waren. So konnte man auf zusätzliche Studiobauten in den Universal Studios verzichten und sowohl AuĂen- als auch Innenaufnahmen an demselben Drehort produzieren.
Zudem wählte man als Drehorte mitunter bekannte Sport- und Kulturspielstätten wie das Los Angeles Memorial Coliseum in der Episode Wenn der Eismann kommt oder die Hollywood Bowl in der Folge EtĂźde in Schwarz. Zwei Episoden spielen auĂerhalb der USA. Zum ersten Mal wurde im Verlauf der zweiten Staffel im Ausland produziert. FĂźr die Episode Alter schĂźtzt vor Torheit nicht wurde innerhalb einer Woche vor Ort in London gedreht. Dazu gehĂśrten Ăźberwiegend AuĂenaufnahmen von bekannten SehenswĂźrdigkeiten wie der Tower of London und die Tower Bridge. Das Royal College of Music bildete die AuĂenkulisse fĂźr ein Wachsfigurenkabinett im Stile von Madame Tussauds, sowie das Royal Court Theatre als AuffĂźhrungsort fĂźr das TheaterstĂźck Macbeth, das laut Drehbuch ein Teil der Episode war. 1976 folgte in Staffel 5 der zweite und auch letzte Auslandsdreh. Diesmal ging man nach Mexiko, da die Episode Blutroter Staub im Milieu eines mexikanischen Matadors spielte.cite-ref-44[44]
Produktionsstab
Produzenten
Die ausfĂźhrenden und verantwortlichen Columbo-Produzenten fungierten in ihrer Position zumeist auch in Personalunion als Showrunner. Das bedeutet, dass sie neben den geschäftlichen Aufgaben groĂen Einfluss auf den kreativen Prozess der Filmreihe nahmen. Dazu gehĂśrte die Auswahl und Mitgestaltung der DrehbĂźcher und die Auswahl der Haupt- und Nebendarsteller. Produzent des ersten Columbo-Falls Mord nach Rezept war der Universal-Television-MitbegrĂźnder und damalige Universal-Vizepräsident Richard Irving. Richard âDickâ Irving blieb Verantwortlicher von Universal Television fĂźr die Produktion von TV-Filmen während der gesamten ersten Herstellungsphase zwischen 1971 und 1978 und war damit fĂźr die ausfĂźhrenden Produzenten eine SchlĂźsselfigur seitens des Produktionsunternehmens. Neben den Serien-Erfindern William Link (17 Episoden) und Richard Levinson (9 Episoden) zeichneten sich Edward K. Dodds (22 Episoden) und Dean Hargrove (20 Episoden) insbesondere in der ersten Produktionsphase als einflussreiche Produzenten der Serie aus. So prägte Hargrove mit seinen zukunftsweisenden Drehbucheinfällen im Pilotfilm LĂśsegeld fĂźr einen Toten einige der typischen Charaktereigenschaften und Handlungsweisen von Lieutenant Columbo.
Regie
Zu den bekannten Regisseuren der Serie zählt unter anderem Steven Spielberg, der noch am Anfang seiner Karriere die erste Folge der ersten Staffel mit dem Titel TĂśdliche Trennung inszenierte. Der spätere vor allem durch Das Schweigen der Lämmer bekannt gewordene Hollywood-Regisseur Jonathan Demme fĂźhrte in Folge 42 Mord Ă la Carte Regie. Leo Penn inszenierte Folge 19 Wein ist dicker als Blut. Nicholas Colasanto, einem breiteren Publikum als Darsteller des Barkeepers âCoachâ Ernie Pantusso in der Sitcom Cheers bekannt, fĂźhrte Regie bei den Episoden Schwanengesang (Episode 24) mit Hauptdarsteller Johnny Cash und EtĂźde in Schwarz (Episode 10) mit Hauptdarsteller John Cassavetes. Cassavetes Ăźbernahm in dieser Folge, in der er als Columbos Gegenspieler zu sehen war, auch die Co-Regie. Peter Falk und John Cassavetes waren eng miteinander befreundet und hatten schon zuvor bei mehreren Kinofilmen zusammengearbeitet. Cassavetes Ăźbte mit seiner Art der RegiefĂźhrung groĂen Einfluss auf Falk aus. Falk selbst inszenierte Folge 9 Ein Denkmal fĂźr die Ewigkeit.
Als weitere Regisseure wurden unter anderem Vincent McEveety (sieben Episoden), James Frawley (sechs Episoden) und Patrick McGoohan (fĂźnf) eingesetzt. McGoohan, der sich sehr fĂźr die Serie engagierte, war auĂerdem als Darsteller (vier Folgen) und als Co-Executive Producer (zwei Folgen) tätig. Peter Falk bezeichnete den Columbo-Regisseur Harvey Hart (vier Folgen) bei seiner Rede anlässlich des Gewinns des Emmy-Awards 1978 als besten Regisseur in der Fernsehindustrie.
Drehbuch
Neben den Columbo-Erfindern Richard Levinson und William Link waren wichtige Autoren der Serie Jackson Gillis (11 Folgen), der Hauptautor der gesamten ersten Staffel Steven Bochco (7 Folgen), Peter S. Fischer (9 Folgen), sowie Larry Cohen als ständiger Ideenlieferant fßr neue Kriminalfälle.
Filmmusik
In den USA lief die Serie zwischen 1971 und 1977 im Rahmen des NBC Mystery Movie. Alle Krimiserien, die im Kontext dieses ßbergeordneten Formats liefen, wurden mit der einheitlichen Mystery-Movie-Theme-Titelmelodie des Filmmusikkomponisten Henry Mancini eingeleitet.cite-ref-45[45] Die Komponisten Dave Grusin (erster Fernsehfilm), Gil MellÊ (4 Folgen) sowie Billy Goldenberg (6 Folgen) prägten mit ihren fßr Columbo eingespielten Jazz- und Experimentalmusik-Stßcken die ersten Episoden der Serie.cite-ref-46[46] Dick DeBenedictis schrieb die Musik zu 22 Episoden, Bernardo Segall zu 10 Episoden und Patrick Williams zu 9 Episoden.
Besetzung
Peter Falk als Columbo
Nachdem Bing Crosby und Lee J. Cobb das Angebot, Lieutenant Columbo im 1967 produzierten Fernsehfilm Mord nach Rezept zu spielen, abgelehnt hatten, wurde letztlich Peter Falk fßr die Hauptrolle verpflichtet.cite-ref-47[47] Dabei befand man Falk mit 39 Jahren eigentlich als zu jung fßr die Rolle, doch der sehr erfahrene Universal-Television-Mitbegrßnder und -Vizepräsident Richard Irving konnte die Columbo-Erfinder Link und Levinson von Peter Falk ßberzeugen.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49]
Falk hatte zuvor in der kurzlebigen, aber von Kritikern gefeierten Fernsehserie The Trials of OâBrien (CBS, 1965â1966) die Hauptrolle des brillanten Anwalts Daniel OâBrien verkĂśrpert. Zudem war Falk als ermittelnder Polizist in Arthur Hillers KomĂśdie Penelope (1966) zu sehen, in der Falk in seiner Rolle bereits einige Columbo-ähnliche Momente kreierte. Letztlich Ăźbertraf Falk mit seiner Darstellung des Lieutenant Columbo im Fernsehfilm Mord nach Rezept alle Erwartungen von Link/Levinson bei weitem. Peter Falk prägte die Figur Columbo Ăźber die nachfolgenden 35 Jahre maĂgeblich und verhalf der Serie zu bis heute anhaltender, weltweiter Popularität.cite-ref-50[50]
| Sprecher | Staffel 1 bis 7 (von 1968 bis 1978) | Staffel 8 bis 10 (von 1989 bis 2003) |
|---|---|---|
| Uwe Friedrichsen | 2 Episoden (Fernsehfilm Mord nach Rezept und Pilotfilm LĂśsegeld fĂźr einen Toten ) | â |
| Klaus Schwarzkopf | 27 Episoden (davon wurden 8 Episoden 1 mit Sachtleben neu synchronisiert) | 10 Episoden (bis Episode 55 Niemand stirbt zweimal ) |
| Hans Sievers | â | 4 Episoden 2 (Staffel 8 - Video-Synchro) |
| Claus Biederstaedt | 16 Episoden | 3 Episoden (bis Episode 58 TĂśdliche Liebe ) |
| Horst Sachtleben | 8 Episoden 1 (RTL-Neusynchro gekĂźrzter ARD-Folgen) | 11 Episoden (ab Episode 59 TĂśdlicher Jackpot ) |
1 5 Mord unter sechs Augen; 10 EtĂźde in Schwarz (die ARD hatte die 70-minĂźtige Fassung synchronisieren und leicht kĂźrzen lassen); 11 Blumen des BĂśsen; 14 Klatsch kann tĂśdlich sein; 16 Schach dem MĂśrder; 30 Playback; 36 Wenn der Schein trĂźgt; 43 Mord in eigener Regie
2 Die vier Episoden der achten Staffel wurden zunächst auf Video verÜffentlicht. Erst zur TV-Ausstrahlung wurden diese Folgen mit Klaus Schwarzkopf neu synchronisiert.
Gaststars als Täter
Prägende Gaststars der Serie in der ersten Produktionsphase zwischen 1971 und 1978 waren die als Columbo-âOberschurkenâ geltenden Jack Cassidy und Robert Culp. Beide Schauspieler agierten jeweils dreimal als MĂśrder. Zudem spielte Robert Culp in der 1990 produzierten Episode Luzifers SchĂźler einen Anwalt und Vater eines der Täter.
Eine besondere Verbundenheit zur Serie hatte der ebenfalls als âOberschurkeâ geltende Patrick McGoohan. McGoohan fungierte bei der Serie als Schauspieler, Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber. Nachdem Peter Falk McGoohan bei der Episode Des Teufels Corporal (1974) kennengelernt und schätzen gelernt hatte, Ăźbernahm McGoohan bei den fĂźnf Episoden Tod am Strand (1975), Der alte Mann und der Tod (1976), Mord nach Termin (1990), Das Aschenpuzzle (1998) und Mord nach Takten (2000) die Regie. Er selbst spielte hierbei in den Episoden Tod am Strand, Mord nach Termin und Das Aschenpuzzle auch den Täter. Zudem zeichnete sich McGoohan in den beiden zuletzt von ihm als Regisseur gedrehten Episoden Das Aschenpuzzle und Mord nach Takten auch als Drehbuchautor und Produzent in Personalunion aus. Abgesehen von den drei Columbo-âOberschurkenâ, wurden noch der aus der Serie Raumschiff Enterprise als Captain Kirk zu Ruhm gekommene Schauspieler William Shatner sowie George Hamilton jeweils zweimal als MĂśrder engagiert.
Weiterhin wurden die Täter von zahlreichen weiteren bekannten Film- und TV-Darstellern gespielt. Der als James-Bond-ErzbĂśsewicht Blofeld berĂźhmt gewordene Donald Pleasence spielte in der Folge Wein ist dicker als Blut (1973) den MĂśrder Adrian Carsini. Der aus Wien stammende Oskar Werner hat einen bemerkenswerten Auftritt als technisch versierter und brutaler MĂśrder in der Folge Playback (1975). Die beiden letztgenannten Episoden Wein ist dicker als Blut und Playback waren erklärtermaĂen die Lieblingsfolgen von Peter Falk. Der Country-Star Johnny Cash spielte in der Folge Schwanengesang (1974) den MĂśrder und populären Country-Sänger Tommy Brown. In der Folge werden einige Live-Konzert-Ausschnitte mit bekannten Songs gezeigt. Der vor allem als Mr. Spock bekannt gewordene Leonard Nimoy trat in der Folge Zwei Leben an einem Faden (1973) als skrupelloser Chirurg in Erscheinung.
Die insgesamt dreizehn weiblichen Täter wurden verkÜrpert von Lee Grant (LÜsegeld fßr einen Toten), Susan Clark (Schritte aus dem Schatten), Honor Blackman (Alter schßtzt vor Torheit nicht), Trish Van Devere (Mord in eigener Regie), Faye Dunaway (Der Tote in der Heizdecke), Janet Leigh (TÜdliches Comeback), Vera Miles (Ein Hauch von Mord), Joyce Van Patten (Bei Einbruch Mord), Anne Baxter (Klatsch kann tÜdlich sein), Ruth Gordon (Alter schßtzt vor Morden nicht), Tyne Daly (Ein Spatz in der Hand), Helen Shaver (Ruhe sanft, Mrs. Columbo) und Lindsay Crouse (Black Lady).
| Gaststar (Täter) | Rollenname | Episode | Staffel |
|---|---|---|---|
| Jack Cassidy | Ken Franklin | TĂśdliche Trennung | 1 |
| Jack Cassidy | Riley Greenleaf | Schreib oder stirb | 3 |
| Jack Cassidy | Der GroĂe Santini / Stefan MĂźller | Wenn der Schein trĂźgt | 5 |
| Robert Culp | Carl Brimmer | Mord mit der linken Hand | 1 |
| Robert Culp | Paul Hanlon | Wenn der Eismann kommt | 2 |
| Robert Culp | Dr. Bart Kepple | Ein grĂźndlich motivierter Tod | 3 |
| Patrick McGoohan | Colonel Lyle C. Rumford | Des Teufels Corporal | 4 |
| Patrick McGoohan | Nelson Bremmer | Tod am Strand | 5 |
| Patrick McGoohan | Oscar Finch | Mord nach Termin | 9 |
| Patrick McGoohan | Eric Prince | Das Aschenpuzzle | 10 |
| George Hamilton | Dr. Marcus Collier | Der Schlaf, der nie endet | 4 |
| George Hamilton | Wade Anders | Der erste und der letzte Mord | 10 |
| William Shatner | Ward Fowler | Mord im Bistro | 6 |
| William Shatner | Fielding Chase | TodesschĂźsse auf dem Anrufbeantworter | 10 |
| Gaststar (Täter) | Rollenname | Episode | Staffel |
|---|---|---|---|
| Lee Grant | Leslie Williams | LĂśsegeld fĂźr einen Toten | Pilotfilm |
| John Cassavetes | Alex Benedict | EtĂźde in Schwarz | 2 |
| Ray Milland | Jarvis Goodland | Blumen des BĂśsen | 2 |
| Honor Blackman | Lillian Stanhope | Alter schĂźtzt vor Torheit nicht | 2 |
| Leonard Nimoy | Dr. Barry Mayfield | Zwei Leben an einem Faden | 2 |
| Martin Landau | Dexter und Norman Paris | Doppelter Schlag | 2 |
| Donald Pleasence | Adrian Carsini | Wein ist dicker als Blut | 3 |
| Johnny Cash | Tommy Brown | Schwanengesang | 3 |
| Robert Conrad | Milo Janus | Geld, Macht und Muskeln | 4 |
| Robert Vaughn | Hayden Danziger | Traumschiff des Todes | 4 |
| Oskar Werner | Harold van Wyck | Playback | 4 |
| Ruth Gordon | Abigail Mitchell | Alter schĂźtzt vor Morden nicht | 7 |
| Louis Jourdan | Paul Gerard | Mord Ă la Carte | 7 |
| Faye Dunaway | Lauren Staton | Columbo: Der Tote in der Heizdecke | 10 |
Nebenrollen
Einige Darsteller spielten bei Columbo sowohl in einer Haupt- als auch einer Nebenrolle mit. Der Schauspieler Robert Vaughn spielte zunächst in der Episode Traumschiff des Todes (1974) einen MĂśrder und in der Folge Der alte Mann und der Tod (1976) schlieĂlich das Mordopfer. Ray Milland spielt in der Episode Mord mit der linken Hand (1971) erst den Ehemann des Mordopfers, um dann wenig später in der Folge Blumen des BĂśsen (1972) den MĂśrder zu spielen. Ed Begley Junior war zunächst in der Folge Mord per Telefon (1978) als Polizist zu sehen, um viele Jahre später den Täter in Zwei Leichen und Columbo in der Lederjacke (1994) darzustellen. Ebenso erging es dem Schauspieler Dabney Coleman, der erst in einer Nebenrolle als Polizist in der Episode Doppelter Schlag (1973) eingesetzt wurde, um schlieĂlich den MĂśrder in der Folge TĂśdliche Liebe (1991) zu spielen. Die Schauspielerin Joyce Van Patten spielte zunächst eine Nonne in der Episode Momentaufnahme fĂźr die Ewigkeit (1974), um zwei Jahre später die MĂśrderin in der Folge Bei Einbruch Mord (1976) zu geben. Als MĂśrderin agierte zunächst Tyne Daly in der Episode Ein Spatz in der Hand (1992), um dann in Zwei Leichen und Columbo in der Lederjacke (1994) nochmal in einer kleinen Nebenrolle aufzutreten.
Zahlreiche Nebenrollen wurden ebenfalls mit prominenten Gaststars besetzt, die häufig auch bei anderen von den Universal Studios produzierten Spielfilmen und Fernsehserien eingesetzt wurden. Der in seiner Rolle als Mortimer Duke aus den KomÜdien Die Glßcksritter und Der Prinz aus Zamunda bekannte Don Ameche spielte einen Anwalt in Mord in Pastell (1971). An seiner Seite spielt die Oscarpreisträgerin Kim Hunter, filmisch in Erinnerung geblieben durch ihre Hauptrolle als Schimpansin Dr. Zira in den ersten drei Teilen der Science-Fiction-Filmreihe Planet der Affen. In Schach dem MÜrder (1973) spielte Heidi Brßhl die Rolle der Betreuerin des russischen Schachgenies Tomlin Dudek. Martin Sheen spielte in der Episode Ein Hauch von Mord (1973) das Mordopfer. Leslie Nielsen spielte in der Folge Schritte aus dem Schatten (1971) den Lebenspartner der MÜrderin und in der Episode Tod am Strand (1975) das Mordopfer. Dean Stockwell spielte in der Episode Wenn der Eismann kommt (1972) das Mordopfer und in der Folge Traumschiff des Todes (1974) einen unschuldigen Verdächtigen. Der aus der Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone bekannte Patrick Macnee spielte den Kapitän des Traumschiffs des Todes. Walter Koenig, bekannt als Lt. Pavel Chekov aus der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise, spielt in der Episode Mord im Bistro (1976) einen Kriminalbeamten, der gegen den von William Shatner alias Enterprise-Captain. James T. Kirk gespielten MÜrder ermittelt.
Eine kleine Nebenrolle hatte die noch am Beginn ihrer Karriere stehende Jamie Lee Curtis als schlecht gelaunte Kellnerin in der Episode Todessymphonie (1977). Die später durch ihre Rolle als Samantha Jones in der Serie Sex and the City zu Weltruhm gelangte Schauspielerin Kim Cattrall ist in der Folge Mord per Telefon (1978) in einer Nebenrolle als Studentin zu sehen. Eine kleine Nebenrolle als Sekretärin spielte die als Peggy Bundy bekannt gewordene Katey Sagal in der Episode Stirb fßr mich (1973), bei der ihr Vater Boris Sagal Regie fßhrte. Jeff Goldblum spielt als Statist ohne Text einen Demonstranten in der Episode Mord in der Botschaft (1975). Einen Cameo-Auftritt hat die mit acht Oscars ausgezeichnete legendäre Kostßmbildnerin Edith Head in der Episode Klatsch kann tÜdlich sein (1973). Little Richard hat einen kurzen Gastauftritt als Musiker in der Folge TÜdliche Liebe (1991).
Durch seinen Einfluss versorgte Peter Falk zudem zahlreiche seiner Schauspieler-Freunde mit Engagements in zahlreichen Nebenrollen. Falks Freunde Timothy Carey, Val Avery, Vito Scotti, Fred Draper, John Finnegan, Mike Lally und Bruce Kirby gehĂśrten zum Stammrepertoire der Serie und wurden immer wieder in verschiedenen Rollen besetzt. Bruce Kirby spielte beispielsweise in sechs Folgen Columbos Assistenten Sergeant George Kramer. Zudem trat Kirby in drei weiteren Episoden in Nebenrollen auf. Allen voran war jedoch der Ăźber 70-jährige Mike Lally aus New York City. Mike Lally wirkte bei sämtlichen zwischen 1971 und 1977 gedrehten Episoden der ersten sieben Staffeln als Peter Falks Lichtdouble mit und war zudem in 25 Episoden zumeist als Komparse im Hintergrund zu sehen. Zudem kĂźmmerte sich Lally darum, dass Falk alles bekam, was dieser in seinem Trailer brauchte. Falk sorgte im Gegenzug dafĂźr, dass an Drehtagen der Fahrer zuerst Lally und anschlieĂend Falk zu Hause abholte.cite-ref-51[51] Bei den Dreharbeiten der Episode Mord im Bistro (1976) lernte Peter Falk seine spätere Ehefrau Shera Danese kennen, die fortan in fĂźnf weiteren Nebenrollen der Serie in den Episoden Mord Ă la Carte (1978), Selbstbildnis eines MĂśrders (1989), TĂśdliche Liebe (1991), Zwei Leichen und Columbo in der Lederjacke (1994) und Keine Spur ist sicher (1997) zu sehen war.
Protagonist Columbo
Biografie
Aus VersatzstĂźcken und dem Verlauf der Serie lässt sich ein Profil von Columbo herleiten. Columbo wurde demnach in New York City geboren. In unmittelbarer Nähe zu Chinatown wuchs er mit seinen italienischstämmigen Eltern, fĂźnf BrĂźdern, einer Schwester und seinem GroĂvater auf. Sein Vorname ist offiziell unbekannt und wird im gesamten Verlauf der Serie niemals genannt. Trotzdem entstand in der Episode Mord unter sechs Augen der Mythos von Columbos angeblichen Vornamen âFrankâ. Das Drehbuch verlangte nach einer Szene, in der Columbo seine Polizeimarke und den dazugehĂśrigen Dienstausweis vorzeigen musste. Also entwarf ein Requisiteur der Universal Studios ohne Absprache mit einem der Autoren einen entsprechenden Ausweis mit Columbos Bild und der Unterschrift âFrank Columboâ. Dieser Dienstausweis ist ein weiteres Mal in der Episode Blutroter Staub zu sehen.cite-ref-52[52]
Columbo spricht in der Originalsprachversion mit einem markanten New Yorker Akzent und ist aufgrund seiner Familienhistorie der italienischen Sprache mächtig. Nach seinem Dienst als Koch bei der United States Army im Koreakrieg ging Columbo zur New Yorker Polizei, bei der er dem 12. Polizeibezirk zugewiesen wurde. 1958 zog er nach Los Angeles. Hier begann er seine Arbeit als Kriminalbeamter beim Morddezernat des Los Angeles Police Department. Im Dienstgrad eines Lieutenants verdient er jährlich 11.000 US-Dollar (2026: ca. 80.000 US-Dollar). Zeitweise hat Columbo eine Wohnung im Stadtteil Hollywood mit der Adresse columbos-apartmentâ34.091008-118.3264255 1106 Vine St, Los Angeles, CA 90038 angemietet.
Columbo ist verheiratet. Obwohl er seine Ehefrau Mrs. Columbo häufig erwähnt, bekommt der Zuschauer seine Angetraute im Verlauf der Serie niemals zu sehen. Ob die Columbos Kinder haben, bleibt unklar. So kann in Folge 19 Wein ist dicker als Blut seine Frau nicht zu einem Abendessen mitkommen, weil ihre Babysitterin keine Zeit hat; auĂerdem erwähnt er, dass er am vorherigen Sonntag ein Picknick mit Frau und Kind hatte. In Folge 17 Doppelter Schlag besucht Columbo mit einem Verdächtigen zum ersten Mal Las Vegas und erzählt ihm, dass er vor zwei Jahren mit seiner Frau Ăźber eine Reise nach Las Vegas gesprochen habe, diese sich aber wegen der Kinder fĂźr Disneyland entschieden habe. In Folge 23 Teuflische Intelligenz ist die Rede von zwei Kindern, in Folge 53 Ruhe sanft, Mrs. Columbo heiĂt es hingegen, sie hätten keine â was jedoch im Rahmen der Handlung als Falschbehauptung zum Schutze der Familie Columbo erklärlich ist. Die Eheleute haben jedenfalls einen Neffen, bei dessen Hochzeit die Braut entfĂźhrt wird (Folge 60 Bluthochzeit). hundAb Folge 10 EtĂźde in Schwarz ist Columbo stolzer Besitzer eines zumeist lethargischen Bassets, der von Columbo schlicht âHundâ genannt wird.
Auftritt und Eigenschaften
Columbo tritt als unordentlicher, oft leicht begriffsstutzig wirkender Kommissar auf. Entgegen seinem äuĂeren Erscheinen ist Columbo jedoch ein intelligenter, Ăźberaus grĂźndlicher Kriminalist mit viel Erfahrung. Er wirkt zwar zerstreut, weiĂ hingegen immer genau, was er tut, und geht stets zielgerichtet vor. Columbo tritt ruhig, gelassen und souverän auf und ist gemeinhin durch nichts zu erschĂźttern. Columbo tritt fast immer hĂśflich und zuvorkommend auf â im Umgang mit den Tatverdächtigen macht er davon selten Ausnahmen. Er untersucht Tatorte besonders penibel und stĂśĂt dabei meist auf scheinbar unwichtige Indizien und Ungereimtheiten, denen seine Kollegen keine Bedeutung beimessen. Er interessiert sich fĂźr kleinste Details und WidersprĂźche und besticht durch seine Beobachtungsgabe und seine Menschenkenntnis. Columbo leitet die Ermittlerteams und tauscht sich regelmäĂig mit Polizisten und anderen Beamten aus, ist im Grunde jedoch ein Einzelgänger. Mit seiner rein auf Logik basierenden Art, Fälle zu lĂśsen, steht Lieutenant Columbo in der Tradition von Detektiven wie Sherlock Holmes, Maigret oder KĂśster. Mit der Columbo-Figur grenzten sich die Filmemacher von Krimiserien mit machohafter AttitĂźde des Protagonisten ab. Zudem ist Columbo ein schlechter SchĂźtze (âWenn ich am Ufer stehe, treffe ich das Wasser nicht.â) und hasst Waffen.
Der stets billige Zigarren rauchende Columbo trägt immer die gleichen Kleidungsstßcke, unter anderem einen zerknitterten Regenmantel, der zu seinem Markenzeichen wurde. Unter dem Mantel trägt er normalerweise einen schlecht sitzenden Anzug in einer Art Graurosa, der ebenfalls zerknittert und verblichen aussieht. Die Garderobe wird in nahezu jeder Folge mal mehr, mal weniger unterschwellig zum Thema. In wenigen Folgen taucht Columbo dem Anlass entsprechend in eleganter Abendgarderobe auf. Ein weiteres Markenzeichen ist Columbos Orientierungslosigkeit, sehr häufig findet er nicht die Ausgangstßr und muss die Hausinhaber nach dem Ausgang fragen. Columbo pfeift ab der in Staffel 3 verÜffentlichten Episode Wein ist dicker als Blut hin und wieder das Volks- und Kinderlied This Old Man. In der Schlussszene von Mord nach Takten singt Columbo ein paar Takte des Liedes.
Vorlieben
Columbo isst gerne Chili con Carne mit Crackern, Hamburger, Sandwiches, Hotdogs oder BratwĂźrste und gibt sich immer wieder als Liebhaber einer bodenständigen, wenig verfeinerten Esskultur zu erkennen. Einer seiner Stammimbisse ist barney-s-beaneryâ34.0908314-118.3746725 Barneyâs Beanery am Santa Monica Boulevard in West Hollywood. In einigen Folgen gibt er sich jedoch als Feinschmecker und hervorragender Koch zu erkennen. Columbo ist ein passabler Billard- und Darts-Spieler.
Auto
Der unaufmerksame und schlechte Autofahrer Columbo fährt ein nahezu schrottreifes, seltenes Peugeot-403-Cabriolet, Baujahr 1959, mit Vollausstattung, Version Grande Luxe Cabriolet mit der Fahrgestellnummer 2400822. In Folge 57 Der erste und der letzte Mord spricht Columbo unsachgemäà gegenßber dem vermeintlichen MÜrder von Baujahr 1950.cite-ref-53[53] Nach Ende der ersten Drehperiode 1978 verkauften die Universal Studios das Auto. Seit 1984 ist es im Besitz eines Ehepaares aus Florida. Fßr die Drehperiode zwischen 1989 und 2003 verlieh das Ehepaar seinerseits den Wagen wieder an Universal, da Peter Falk auf dem Original bestand.cite-ref-54[54]cite-ref-55[55]
Inszenierung
Konzept
Im Gegensatz zu klassischen Krimis, bei denen die Identität des MĂśrders erst am Ende der Handlung verraten wird, erhält der Zuschauer bei Columbo â bis auf wenige Ausnahmen â zu Beginn jeder Folge detaillierte Kenntnisse Ăźber Tatmotiv, Mord und MĂśrder. FĂźr Fernsehserien der damaligen Zeit war dieses Konzept der invertierten Kriminalgeschichte sehr ungewĂśhnlich, teils revolutionär. Bei Columbo wurde der Versuch unternommen, einen Serienkrimi auf dem Niveau klassischer Literatur zu produzieren. Jede Episode sollte laut den Columbo-Erfindern Link und Levinson anstatt wie eine Ăźbliche amerikanische TV-Polizeiserie vielmehr im Stile des amerikanischen Krimi-Autorenduos Ellery Queen und den âSalonkrimisâ der englischen Autorin Agatha Christie geschrieben und produziert werden. Die Serie sollte bis auf den Mord gewaltfrei sein. Columbo trägt weder eine Waffe noch schlägt er sich. Die Folgen kommen zudem ohne jegliche SchieĂereien, Verfolgungsjagden, Drogenrazzien oder Prostituierte aus. Stattdessen werden luxuriĂśse Villen in einem sterilen, fast märchenhaften Los Angeles gezeigt, in denen die scheinbar anständigen, jedoch durchweg hochmĂźtigen und mit einem zumeist Ăźberbordenden Selbstvertrauen ausgestatteten Täter lebten. Die Darstellung des sozialen Umfelds und Intellekts der MĂśrder sollte einen mĂśglichst groĂen Kontrast zum stets bescheiden auftretenden Columbo bilden.cite-ref-56[56]cite-ref-57[57]
Ein weiteres wichtiges Element der Serie ist es, dass der Zuschauer annähernd nichts Privates Ăźber Columbo erfährt. Mitunter redet dieser zwar ununterbrochen Ăźber seine Frau, seinen Schwager oder seinen Neffen, doch niemals sieht der Fernsehzuschauer eine dieser Personen im Verlauf der Serie. Zudem sieht der Zuschauer Columbo niemals in seinem Zuhause und nur äuĂerst selten im Polizeipräsidium. Er gleitet wie magisch einfach in die Geschichte hinein und wieder heraus. Von daher war der Plan des Autorenduos Levinson und Link von Beginn an, dass das eigentliche unlĂśsbare Rätsel der Serie die Figur Columbo selbst sein sollte.cite-ref-58[58]cite-ref-59[59]
Erzählstruktur
In der Regel beginnt eine Episode mit einem scheinbar perfekt und genial geplanten Mord inklusive eines wasserdichten Alibis. MĂśrder und Publikum erscheint der Plan narrensicher. Dann jedoch erscheint Columbo am Tatort und entdeckt schnell eine kleine, scheinbar belanglose Inkonsistenz. Sogleich gerät der MĂśrder ins Visier des ermittelnden Lieutenants. AnschlieĂend wird Columbo eine Reihe von weiteren Hinweisen aufdecken, bis er einen unwiderlegbaren âJetz-hab-ich-dichâ-Beweis enthĂźllt, der den Schuldigen justiziabel belastet. Häufig initiiert Columbo durch eine List seine BeweisfĂźhrung, die den Täter letztlich ĂźberfĂźhrt.
Dramaturgie
Die Dramaturgie jeder Episode ist in aller Regel so angelegt, dass in den ersten 15 bis 20 Minuten der Zuschauer zunächst den MĂśrder, das Mordopfer und das Tatmotiv kennenlernt und letztlich den Mord beobachtet. Da zudem zumeist die Tatvorbereitungen ausfĂźhrlich geschildert werden, weiĂ der Zuschauer zunächst sehr viel mehr Ăźber den Mord als Columbo, der erst danach erstmals auftritt. Die Spannung resultiert bei Columbo nicht aus der Frage, wen der Lieutenant als Täter ermittelt, sondern daraus, wie er diesen zur Strecke bringt. Nach kurzer Zeit trifft Columbo mit dem Täter zusammen, auf den er sich aufgrund eines belastenden Indizes fortan konzentriert. Erst durch Columbos Ermittlungen und seine scharfsinnigen Erkenntnisse wird dem Zuschauer folglich bewusst, auf welche wichtigen Details der Täter nicht geachtet hat. Bis zur Mitte des Films genieĂt der Täter bei den ersten oft zufällig wirkenden Treffen mit Columbo noch seine scheinbare Ăberlegenheit Ăźber den als unterklassig, einfältig und unkultiviert empfundenen sowie unterwĂźrfig auftretenden Kriminalbeamten.
Ab der zweiten Hälfte jeder Episode wird der Täter durch Columbos pedantische Frage- und Ermittlungsmethoden jedoch zunehmend belästigt, genervt und verunsichert. Der Täter muss entgegen seiner ersten oberflächlichen Wahrnehmung erkennen, dass Columbo ein Ăźberaus intelligenter Ermittler ist, der ihn mehr und mehr in die Enge treibt. Folglich versucht der langsam, aber sicher nervĂśs werdende Täter in zunehmender Panik, falsche Spuren oder Hinweise zu legen. Im Verlauf der letzten 15 bis 20 Minuten holt Columbo schlieĂlich zum endgĂźltigen Schlag aus. Ăfters konstruiert Columbo dazu ein gut durchdachtes TäuschungsmanĂśver oder konfrontiert den Täter mit manipulierten Beweismitteln, um den Täter zu einer unbedachten Aktion oder Aussage zu zwingen, die ihn entlarvt und letztlich des Mordes ĂźberfĂźhrt.
Columbo triumphiert nie, wenn er einen Fall gelÜst hat, sondern wirkt meist eher nachdenklich und melancholisch. Er behandelt die Täter respektvoll und bleibt zeitgleich ein unbestechlicher Ermittler, der sie nahezu ausnahmslos der Justiz zufßhrt. Es gibt nur sehr wenige Folgen, in denen Columbo den Täter entkommen lässt, wie in TÜdliches Comeback mit Janet Leigh. In der Episode Der Tote in der Heizdecke mit Faye Dunaway stellt sich die MÜrderin freiwillig, obwohl es keinen endgßltigen Beweis gibt.
Täterprofil
Die Tatverdächtigen entstammen zumeist dem elitären Milieu der erfolgreichen, wohlsituierten und scheinbar kultivierten High Society der kalifornischen Metropole Los Angeles. Bei den Tätern handelt es sich Ăźberwiegend um sehr erfolgreiche Menschen mittleren oder fortgeschrittenen Alters in gesellschaftlich exponierter Stellung, die kultiviert und eloquent auftreten. Von Beruf sind sie beispielsweise Arzt, Anwalt, Ingenieur, Unternehmer, Schriftsteller, Dirigent, WeingroĂhändler, Kunstkritiker, SchachgroĂmeister, Militäroffizier, Musiker, Schauspieler, Wissenschaftler, Geheimdienstler oder Diplomat. Die Täter verfĂźgen zumeist Ăźber einen vermeintlich hohen Intellekt und eine Ăźberdurchschnittliche Intelligenz. Im Gegensatz dazu fehlt es ihnen an menschlichem MitgefĂźhl und Empathie. Stattdessen sind sie skrupellos, herzlos, hochmĂźtig, habgierig, rachsĂźchtig oder krankhaft ehrgeizig.
Columbo wirkt in den feudalen Wohnsitzen und dem hemmungslos zur Schau gestellten Reichtum der Täter und ihres gesellschaftlichen Umfelds wie ein FremdkÜrper. Meist fahren die MÜrder als weltgewandte Kosmopoliten Modelle gehobener europäischer Automarken und sind beispielsweise in einem Ferrari, Rolls-Royce, Mercedes-Benz, BMW oder Jaguar unterwegs. Sofern das entsprechende Fahrzeug Parallelen zu Columbos Wagen aufweist, vergleicht oder lobt er es. Columbos Peugeot-Cabriolet reizt die Täter zu abfälligen Bemerkungen. Das Auftreten im alten privaten Auto lÜst bei dem Täter zusätzlich das Empfinden aus, es nicht mit einem kompetenten oder einflussreichen Ermittler zu tun zu haben. Die meist gut gekleideten Täter behandeln den immer in der gleichen unmodernen Garderobe gekleideten, zerstreut wirkenden, als unterklassig empfundenen und gutmßtigen Columbo in aller Regel gÜnnerhaft, herablassend und arrogant. Columbo begegnet ihnen trotzdem mit unerschßtterlicher HÜflichkeit und Bescheidenheit. Er ist scheinbar begeistert von den Fähigkeiten und beruflichen Erfolgen der Täter, die in ihrem Fachgebiet eine herausragende Position einnehmen.
Anfangs genieĂen die Täter ihre Ăberlegenheit im Irrglauben, Columbo täuschen zu kĂśnnen. Sie sind froh, dass ein scheinbar wenig sachkundiger Polizeibeamter den Fall Ăźbernommen hat. In der Hoffnung, Columbo schnell wieder loszuwerden, beantworten die Täter bereitwillig dessen oft seltsame Fragen. Um unverdächtig zu erscheinen, erĂśffnen sie dem Ermittler, dass sein Besuch jederzeit willkommen sei. Im Verlauf der Ermittlungsarbeiten sind die Täter jedoch von seinen ständigen Besuchen so entnervt, dass sie ihn oft ausdrĂźcklich aus dem Haus weisen. Oft sieht sich der in die Enge getriebene MĂśrder zu einer unbedachten Aktion gezwungen, zum Beispiel, um Beweismittel zu vernichten. Columbo hat diesen Schritt jedoch vorausgesehen und dem Täter eine Falle gestellt, um ihn schlieĂlich ĂźberfĂźhren zu kĂśnnen. Am Schluss konfrontiert der Lieutenant den Täter meist mit einer brillanten Schlussfolgerung oder einem Ăźberraschenden Beweis, bricht so endgĂźltig dessen Widerstand und bekommt von ihm ein Geständnis. In Folge 9 Ein Denkmal fĂźr die Ewigkeit gelingt es Columbo, den Täter beim Abtransport der Leiche des Opfers in flagranti zu erwischen. Manchmal verspricht der Lieutenant den bereits vĂśllig entnervten Tätern, dies sei endlich garantiert sein letzter Besuch â was der Wahrheit entspricht, da Columbo den MĂśrder wenige Minuten später verhaftet. Columbos scharfem Verstand und seiner Beharrlichkeit ist der MĂśrder letzten Endes immer unterlegen. Oft reagiert der Täter nach der ĂberfĂźhrung seiner Tat erleichtert, da das Katz-und-Maus-Spiel zwischen ihm und Columbo nicht mehr auszuhalten war.
Columbos beiläufig gefĂźhrte âGesprächeâ mit den Tätern sind von Anfang an gut getarnte VerhĂśre. Zunächst dienen sie Columbo als Erkenntnisgewinn zur Erhärtung seines Verdachts. Im Verlaufe der Gespräche dienen sie dazu, den Täter immer mehr zu verunsichern und ihn zunehmend in Panik zu versetzen. Verzweifelte Versuche, Columbo unwirsch abzuwimmeln oder belastende Verdachtsmomente zu zerstreuen, bleiben erfolglos. Obwohl ihnen Columbo zunehmend lästig wird, sind die Täter lange davon Ăźberzeugt, ihn weiterhin täuschen oder auf eine falsche Fährte locken zu kĂśnnen. Währenddessen sucht Columbo unermĂźdlich nach der entscheidenden Schwachstelle im Plan oder in der PersĂśnlichkeit des Täters, die es ihm ermĂśglicht, diesen zu ĂźberfĂźhren. In einigen Folgen begeht der Täter einen zweiten Mord, um einen lästigen Mitwisser zu beseitigen. Hat Columbo den MĂśrder schlieĂlich in die Enge getrieben, reagiert dieser in seiner Hilflosigkeit häufig mit beiĂendem Spott auf die AusfĂźhrungen Columbos, um diese als besonders unsinnig darzustellen. Die MĂśrder legen falsche Spuren, um den Verdacht von sich abzulenken, und verschaffen sich durch aufwendige Arrangements scheinbar sichere Alibis. Durch komplizierte Manipulationen versuchen sie den Eindruck zu erzeugen, dass sie zu einer bestimmten Zeit auf gar keinen Fall am Tatort gewesen sein kĂśnnen. Einige Täter sind technisch besonders versiert und dadurch Columbo, der auf diesem Gebiet deutliche Defizite hat, zunächst Ăźberlegen. Sie nutzen regelmäĂig technische Geräte, die zum jeweiligen Produktionszeitpunkt neu und up-to-date waren â zum Beispiel hochkomplizierte VideoĂźberwachungsanlagen, Videorekorder oder spezielle Telefonanlagen, mit denen Telefonate manipuliert werden. RegelmäĂig zum Einsatz kommen Tonbänder, Anrufbeantworter oder Fotoapparate. Diese Geräte werden von den Tätern eingesetzt oder manipuliert, um ihnen scheinbar sichere Alibis zu verschaffen. Da Columbo zunächst meist das technische Verständnis fehlt, um die Funktionsweise dieser Geräte zu verstehen, konsultiert er regelmäĂig Experten und macht sich fachkundig â was ihn in die Lage versetzt, die Manipulationen der Täter zu durchschauen und sie so zu ĂźberfĂźhren.
Ein Hauptmotiv zahlreicher Täter ist Geld- oder Habgier. Einige MÜrder eliminieren ihre Opfer, da sie belastende Informationen besitzen oder ihnen beruflich im Wege stehen. Während Columbo zu den Tätern eine vor allem taktische und manipulative Beziehung aufbaut, zeigt er gegenßber den trauernden Hinterbliebenen der Opfer immer echtes Mitgefßhl und wirkt deutlich betroffen, wenn diese ihren Schmerz ausdrßcken. In diesem Zusammenhang ignoriert er gelegentlich kleinere Straftaten oder sieht ßber ein nicht vorhandenes Alibi hinweg. In vielen Fällen scheint Columbo Mitgefßhl fßr die Täter zu hegen, da sie ihm in mancher Hinsicht selbst als leidende Opfer erscheinen.
VerĂśffentlichungen
Fernsehausstrahlung
Fernsehfilm und Pilotfilm
Der erste Columbo-Fernsehfilm Mord nach Rezept wurde am 11. Oktober 1969 im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Der Pilotfilm LÜsegeld fßr einen Toten folgte am 17. Mai 1973. Als deutscher Synchronsprecher von Peter Falk wurde in beiden Fällen Uwe Friedrichsen eingesetzt.
Staffel 1 bis 7
Zwischen Dezember 1973 und März 1974 zeigte zunächst der Bayerische Rundfunk in seinem Dritten Programm sechs Episoden aus der ersten Staffel mit Klaus Schwarzkopf als Synchronsprecher fĂźr Columbo.cite-ref-60[60] Im Zeitraum vom 27. Februar 1975 bis zum 21. Oktober 1984 strahlte das Erste Deutsche Fernsehen anschlieĂend den Fernsehfilm, den Pilotfilm und 27 der bis dahin 43 produzierten Episoden der sieben Staffeln deutschlandweit aus, allesamt weiterhin mit Klaus Schwarzkopf als Synchronsprecher fĂźr Columbo. Die deutsche Erstausstrahlung der 16 Ăźbrigen bis dato von der ARD nicht gesendeten Episoden erfolgte wĂśchentlich zwischen dem 7. Januar und dem 21. April 1992 bei RTL. Nachdem Klaus Schwarzkopf 1991 verstorben war, Ăźbernahm Claus Biederstaedt in diesen Folgen die Synchronisation von Columbo.
Staffel 8 bis 9
Vom 2. April 1991 bis 28. Mai 1991 zeigte RTL wĂśchentlich erstmals die insgesamt zehn Folgen der achten und neunten Staffel. Allesamt mit Klaus Schwarzkopf als Synchronsprecher von Columbo.
Staffel 10
Die ersten drei Folgen der zehnten Staffel strahlte RTL zwischen dem 28. April und 12. Mai 1992 aus. FĂźr diese drei Folgen ist Claus Biederstaedt als Columbo zu hĂśren. FĂźr alle weiteren elf Episoden der zehnten und letzten Columbo-Staffel Ăźbernahm Horst Sachtleben die Synchronisation fĂźr Columbo.
Ausstrahlung
Die Serie läuft (Stand 1. November 2023) im deutschsprachigen Raum auf Sat.1 Gold und bei RTLup. In der Vergangenheit wurde die Serie zudem regelmäĂig auf Sendern wie Super RTL, Nitro, ORF 1 (Ăsterreich, bis 2012), ORF 2 oder 3 Plus (Schweiz, bis 2011) ausgestrahlt und wird damit seit Mitte der 1970er Jahre kontinuierlich gesendet bzw. wiederholt. Im Dezember 2014 begann die Ausstrahlung auf ZDFneo â hier griff der Sender zwar erstmals auf die neuen HD-Master zurĂźck, sendete jedoch in hochskalierter StandardauflĂśsung.
DVD
Zwischen 2005 und 2012 erschienen alle 69 Episoden in neun Staffel-Boxen. Die einzelnen Episoden wurden teilweise minimal gekĂźrzt publiziert, da ab der dritten Staffel auf das deutsche Master zurĂźckgegriffen wurde. Bei dieser Edition wurde kritisiert, dass einige Szenen der ersten beiden Staffeln ohne deutschsprachige Synchronisation, sondern nur mit deutschen Untertiteln angeboten wurden, obwohl eine deutsche Fassung vorlag. Die Episode TĂśdliche Kriegsspiele wurde auĂerdem nur in der nachträglich gekĂźrzten Videosynchronisation auf DVD verĂśffentlicht.
Die DVDs sind in Deutschland zudem in zwei Gesamtboxen erhältlich. Die Standardversion wird in einer Papp-Box ausgeliefert, während die limitierte Version aus einer dekorativen Holzbox mit mehrseitiger Heftbeilage besteht.
Blu-ray
Die Episode Des Teufels Corporal mit Patrick McGoohan wurde einzeln als Blu-ray von Koch Media verÜffentlicht. Einzig in Japan wurde die Serie in ihrer vollen Gänze von Universal Pictures Japan auf Blu-ray als Gesamtbox verÜffentlicht. Diese enthält sowohl die japanische als auch die englische Tonspur.
Dokumentarfilm
Rezeption
Kritik
Columbo wurde von der Kritik fßr seine einzigartige Herangehensweise an das Krimi-Genre positiv beurteilt. Die Serie wird fßr ihr unverwechselbares Format anerkannt, bei dem die Zuschauer zu Beginn der meisten Episoden Zeuge des Verbrechens werden und so an der Seite von Lieutenant Columbo bei der LÜsung des Rätsels mithelfen kÜnnen. Peter Falks Darstellung des titelgebenden Charakters wurde weithin fßr seine exzentrische und fesselnde Performance gelobt, die den Kriminalgeschichten einen gewitzten Dreh verleiht.
Die Serie wurde mit zahlreichen Preisen und Nominierungen ausgezeichnet, darunter 13 Emmys, zwei Golden Globe Awards und zwei Edgar Awards, was ihre breite Anerkennung und ihren Erfolg unterstreicht. DarĂźber hinaus unterstreichen Medienpublikationen den zeitlosen Charakter von Peter Falks Darstellung und heben den Status der Serie als âbequemes Fernsehenâ hervor. Insgesamt verdankt Columbo seinen Erfolg der innovativen Erzählweise, den einprägsamen Charakteren und der anhaltenden Anziehungskraft Ăźber mehrere Generationen hinweg.
Laut dem BBC-Kulturjournalisten Shaun Curran und dem Journalisten Jason Diamond erfuhr die Serie während der COVID-19-Pandemie eine Renaissance und eroberte eine neue Generation zumeist jugendlicher und junger erwachsener Zuseher. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wurden während der Pandemie zahlreiche Columbo-Memes gepostet.cite-ref-63[63]cite-ref-64[64]
USA
Im Produktionsland USA lĂśste die Filmreihe bereits kurz nach der Ausstrahlung der ersten Episoden im Herbst 1971 eine Columbomania aus. Innerhalb weniger Wochen tauchten die Figur des Columbo, sein Regenmantel und Schlagworte der Serie wie âJust one more thing âŚâ (dt. âEine Frage hätte ich noch âŚâ) in Zeitungen und Zeitschriften in den ganzen USA auf, Columbo-Imitationen von Comedians waren in VarietĂŠs und Nachtclubs zu sehen. Film- und Fernsehkritiker lobten die Reihe und priesen sie als beste neue Serie der Seriensaison 1971/1972. Nach Ausstrahlung der ersten Staffel gewann die Serie 1972 vier Emmy Awards bei insgesamt zehn Nominierungen. Unter anderem gewann Peter Falk fĂźr Columbo einen Emmy Award als bester Serienhauptdarsteller.cite-ref-65[65]cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
Unter dem Einfluss von Peter Falks eigenwilliger Darstellung des Lieutenant Columbo wurde eine Welle neuer TV-Polizeiserien mit sogenannten character cops ausgelĂśst. Unter diesen im Hauptabendprogramm ausgestrahlten Serien waren die mehr oder weniger erfolgreichen Serien Kojak (1973â1978), Barnaby Jones (1973â1980), Shaft (1973â1974) und The New Perry Mason (1973â1974).cite-ref-68[68] Auch heute noch beeinflusst Columbo neue Krimiserien. Die Produzenten und Showrunner der 2023 verĂśffentlichten US-amerikanischen Fernsehserie Poker Face berufen sich explizit auf Columbo als Vorbild. Der Medien-Redakteur Kevin Nitsch vom Bayerischen Rundfunk beurteilt die Serie entsprechend als âWie Columbo⌠nur modern!â.cite-ref-69[69]
Noch heute genieĂt die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Serie seit der ersten gesendeten Episode im Jahre 1968 dank kontinuierlicher Ausstrahlung von Wiederholungen eine weiterhin anhaltende Popularität. Im Jahre 1997 wurde die Columbo-Episode TĂśdliche Trennung (Regie: Steven Spielberg) auf Platz 16 der TV Guideâs 100 Greatest Episodes of All Time gewählt. Zwei Jahre später (1999) wurde Lieutenant Columbo im selben Magazin auf Platz 7 der 50 Greatest TV Characters of All Time gelistet. In den USA wurden dutzende Columbo-Fanartikel wie Spiele, Puzzles, Spielzeugpistolen, Spielzeugautos und Uhren herausgegeben. Als Phänomen der amerikanischen Popkultur wird die Figur Columbo bis heute in zahlreichen Filmen und Fernsehsendungen wie den Simpsons, der SesamstraĂe oder Die Nanny erwähnt oder persifliert.cite-ref-70[70]
International
AuĂerhalb der USA war Columbo insbesondere in der Ausstrahlungsphase zwischen 1971 und 1978 ein groĂer internationaler Erfolg und wurde in 44 Ländern gesendet. In Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz genieĂen die Serie und die âKultfigurâ Columbo bis heute weiterhin eine groĂe Popularität. Columbo war auch ein Hit in GroĂbritannien, Frankreich, Italien (als Colombo), den Niederlanden, zahlreichen Ländern Osteuropas, Israel, Iran, Japan, Ecuador und Mexiko.cite-ref-71[71]cite-ref-sanello-ct-72-0[72]
Im einst sozialistischen Ungarn genieĂt die Serie immer noch eine derart groĂe Popularität, dass die Budapester Stadtverwaltung 2014 im Stadtzentrum der Hauptstadt Budapest eine lebensgroĂe, bronzene Columbo-Statue samt seinem Hund errichtete. Columbo war zudem im ehemals ebenfalls sozialistischen Rumänien ein Massenphänomen. Laut einem Artikel der Chicago Tribune befĂźrchtete die rumänische Regierung, als die Produktion von Columbo im Jahre 1978 erstmals eingestellt wurde und keine neuen Folgen in Rumänien ausgestrahlt werden konnten, dass es zu Unruhen kommen wĂźrde. Peter Falk wurde vom US-AuĂenministerium gebeten, eine AnkĂźndigung aufzunehmen, die im rumänischen Fernsehen ausgestrahlt werden sollte.cite-ref-sanello-ct-72-1[72]
Der franzÜsische Schauspieler Yves Montand und der italienische Regisseur Federico Fellini erklärten Columbo zu ihrer absoluten Lieblingsserie.cite-ref-73[73] Der deutsche Regisseur Wim Wenders verband in seinem 1987 verÜffentlichten Film Der Himmel ßber Berlin Peter Falk und dessen Alter Ego Columbo zu einem engelhaften Wesen.cite-ref-74[74] Die Üsterreichische Pop-Band Wanda verÜffentlichte 2017 ihren Song Columbo und erreichte damit Platz 1 der Üsterreichischen Musikcharts.
Auszeichnungen
| Preisveranstaltung | Kategorie | Episode / Staffel | Gewinner |
|---|---|---|---|
| Emmy Awards 1972 | Hauptdarsteller in einer Drama-Serie | Staffel 1 | Peter Falk |
| Emmy Awards 1972 | Drehbuch fĂźr eine Drama-Serie | Mord mit der linken Hand | Richard L. Levinson und William Link |
| Emmy Awards 1972 | Herausragende Leistung im Bereich Schnitt bei einer Serie | Mord mit der linken Hand | Edward M. Abroms |
| Emmy Awards 1972 | Herausragende Leistung im Bereich Kamera bei einer Serie | Ein Denkmal fĂźr die Ewigkeit | Lloyd Ahern senior |
| Emmy Awards 1974 | Drama/Comedy Miniserie oder Fernsehfilm | Staffel 3 | Produzenten Benton, Dodds, Hargrove, Kibbee und OâNeill |
| Emmy Awards 1974 | Herausragende Leistung im Bereich Kamera bei einer Serie | Wein ist dicker als Blut | Harry L. Wolf |
| Emmy Awards 1975 | Hauptdarsteller in einer Mini-Serie | Staffel 4 | Peter Falk |
| Emmy Awards 1975 | Männlicher Gaststar in einer Drama-Serie | Des Teufels Corporal | Patrick McGoohan als Col. Lyle C. Rumford |
| Emmy Awards 1975 | Herausragende Leistung im Bereich Kamera bei einer Serie | Playback | Richard C. Glouner |
| Emmy Awards 1976 | Hauptdarsteller in einer Drama-Serie | Staffel 5 | Peter Falk |
| Emmy Awards 1990 | Hauptdarsteller in einer Drama-Serie | Staffel 9 | Peter Falk |
| Emmy Awards 1990 | Männlicher Gaststar in einer Drama-Serie | Mord nach Termin | Patrick McGoohan als Oscar Finch |
| Emmy Awards 1994 | Weiblicher Gaststar in einer Drama-Serie | Der Tote in der Heizdecke | Faye Dunaway als Lauren Staton |
| Preisveranstaltung | Kategorie | Gewinner |
|---|---|---|
| Golden Globe Awards 1973 | Beste Fernsehserie | Columbo |
| Golden Globe Awards 1973 | Bester Darsteller in einer Fernsehserie (Drama) | Peter Falk |
| Goldene Kamera 1975 | Schauspieler | Peter Falk fĂźr Columbo |
| Bambi-Verleihung 1976 | Beliebteste Fernsehserie | Columbo |
| Edgar Allan Poe Award 1979 | Bestes Drehbuch fĂźr die Episode Mord Ă la Carte | Robert Van Scoyk |
| Edgar Allan Poe Award 1979 | Spezialpreis der Mystery Writers of America Award | Richard Levinson und William Link |
| Bambi-Verleihung 1993 | Beliebteste Fernsehserie | Columbo |
Literatur
⢠David Koenig: Shooting Columbo: The Lives and Deaths of TVâs Rumpled Detective. Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-11-5 (englisch).
⢠Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. 30th Anniversary Edition. Commonwealth Book Company, St. Martin, Ohio 2019, ISBN 978-1-948986-12-0 (englisch).
⢠Michael Striss: Columbo. Der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. Bßchner-Verlag, Marburg 2019, ISBN 978-3-96317-176-5.
⢠Uwe Killing: Peter Falk oder die Kunst, Columbo zu sein. Osburg Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-95510-103-9.
⢠Peter Falk: Just One More Thing: Stories from My Life. Carroll & Graf Publishers, New York 2007, ISBN 978-0-7867-1939-6 (englisch).
⢠Patrick Lohmeier: Columbo, Columbo: Ein Rßckblick auf alle Fälle des legendären TV-Ermittlers. Bahnhofskino, Berlin 2021, ISBN 978-3-7526-2076-4.
⢠David Martin-Jones: Columbo: Paying Attention 24/7. Edinburgh University Press, Edinburgh 2022, ISBN 978-1-4744-7979-0.
⢠Armin Block, Stefan Fuchs: Columbo. Das groĂe Buch fĂźr Fans: Alles Ăźber den dienstältesten Fernsehinspektor der Welt. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-89602-167-2.
⢠Armin Block, Stefan Fuchs: Columbo: âOh, Moment, da ist noch eine Kleinigkeit âŚâ Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-89602-767-2.
Weblinks
Commons
: Columbo
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Columbo bei IMDb
⢠Columbo bei Fernsehserien.de
⢠Enough Rope Der erste im TV ausgestrahlte Columbo-Fall. NBC, 31. Juli 1960 (Youtube, englisch)
⢠Deutsche Columbo Fansite. In: IColumbo.de.
⢠The Ultimate Columbo Site (englisch).
⢠The Columbophile Blog â The blog for those who love Lieutenant Columbo⌠(englisch).
⢠Interaktive Karte mit zahlreichen Drehlocations.
Einzelnachweise
cite-note-11. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 13
cite-note-22. â Michael Striss: Columbo â der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, ISBN 978-3-96317-691-3 (ePDF), S. 20
cite-note-33. â Literarische Vorlagen. Dostojewskij und Columbo: Eine Frage noch. In: Wienerzeitung.at. 7. November 2021, abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-44. â Michael Striss: Columbo â der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, ISBN 978-3-96317-691-3 (ePDF), S. 31
cite-note-55. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 29.
cite-note-66. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 29.
cite-note-77. â Columbo: Die Entstehungsgeschichte. Drehbuchautor und Columbo-SchĂśpfer William Link Ăźber die Entstehungsgeschichte von Columbo. In: Columbophile.com. 7. Februar 2018, abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-88. â Enough Rope. Inhaltsangabe, technische Details und Cast des am 31. Juli 1960 auf NBC ausgestrahlten TV-Krimis Enough Rope, der Vorgängerproduktion des ersten Columbo-Films Mord auf Rezept. In: PaleyCenter.org. Abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-99. â Enough Rope; NBC, 31. Juli 1960 (online bei youtube.com)
cite-note-1010. â Michael Striss: Columbo â der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, ISBN 978-3-96317-691-3 (ePDF), S. 32
cite-note-1111. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 15.
cite-note-1212. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 18
cite-note-1313. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 31.
cite-note-1414. â Columbo U.S. Police Drama. (Memento vom 4. August 2011 im Internet Archive). In: Museum.tv. â Museum of Broadcast Communications (mbc). 2011, abgerufen am 29. September 2022 (englisch).
cite-note-1515. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 31.
cite-note-1616. â Uwe Killing: Noch eine kleine Frage. Wie aus Peter Falk Columbo wurde. In: Spiegel.de. 11. April 2016, abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-1717. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, Seite 22 f.
cite-note-1818. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 24/25
cite-note-1919. â Kay Weniger: Das groĂe Personenlexikon des Films, Band 2, S. 609 f., Berlin 2001
cite-note-2020. â Michael Striss: Columbo â der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, ISBN 978-3-96317-691-3 (ePDF), S. 50
cite-note-2121. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 31
cite-note-2222. â Michael Striss: Columbo. Der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, Marburg 2019, S. 49 f.
cite-note-columbo-site-2323. â William Link, Richard Levinson: How we created Columbo. In: Columbo-site.freeuk.com. Abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-2424. â David Koenig: Shooting Columbo: The Lives and Deaths of TVâs Rumpled Detective. Bonaventure Press, Aliso Viejo, Kalifornien 2021, S. 44.
cite-note-2525. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 47.
cite-note-2626. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 57
cite-note-2727. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 43
cite-note-2828. â Columbo episode review: The Most Dangerous Match The Columbophile Blog, 16. Juni 2017, abgerufen am 7. Dezember 2022.
cite-note-2929. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 100
cite-note-3030. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 127
cite-note-3131. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 127
cite-note-3232. â Universal-Executive zitiert in David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 157: âIt happens every year, he says he is leaving and we offer him half of California, and he comes back.â
cite-note-3333. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 160.
cite-note-3434. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 168.
cite-note-3535. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 173
cite-note-3636. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 173
cite-note-3737. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 184/185.
cite-note-3838. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 188/189
cite-note-3939. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 196/197
cite-note-4040. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 199
cite-note-4141. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 207/208
cite-note-4242. â Charles Engel zitiert in Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. 30th Anniversary Edition. Commonwealth Book Company, St. Martin, Ohio 2019, S. 379â382: âPeter is going to be 80 and nobody seems to want a leading man who is 80. [âŚ] The networks say, âHeâs 80 and we want to appeal to young viewers.â We understand itâs a demographic business and that the young demographics rule the world. The fallacy is thinking that Columbo doesnât appeal to young people. He appeals to all ages.â
cite-note-4343. â Steve Palace: Why We Never Got to Crack Columboâs Last Case. In: thevintagenews.com. 22. Februar 2022, abgerufen am 15. Mai 2023 (englisch).
cite-note-4444. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 102â103
cite-note-4545. â NBC Sunday Mystery Movie: Columbo-TV-Intro mit der Musik von Henry Mancini
cite-note-4646. â Auswahl von Kompositionen aus Columbo-Episoden (1968 bis 1972).
cite-note-4747. â Columbo U.S. Police Drama. (Memento vom 4. August 2011 im Internet Archive). In: Museum.tv. â Museum of Broadcast Communications (mbc). 2011, abgerufen am 29. September 2022 (englisch).
cite-note-4848. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 31.
cite-note-4949. â Uwe Killing: Noch eine kleine Frage. Wie aus Peter Falk Columbo wurde. In: Spiegel.de. 11. April 2016, abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-5050. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, Seite 22 f.
cite-note-5151. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 43
cite-note-5252. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 45/46
cite-note-5353. â Columbo No. 57: Caution! Murder Can Be Hazardous to Your Health. In: Archive.org. 27. April 2018, abgerufen am 2. November 2022. Zu hĂśren ab 1:11:40 h.
cite-note-5454. â Peter Diehl: Inspektor Columbos Peugeot 403 steht wieder zum Verkauf. In: KFZ-Betrieb.Vogel.de. 5. September 2022, abgerufen am 2. November 2022.
cite-note-5555. â Torsten Link: âJust One More Thingâ â Begegnung mit dem originalen Peugeot 403 von Inspektor Columbo. In: Zwischengas.com. 14. September 2018, abgerufen am 2. November 2022.
cite-note-5656. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 36
cite-note-5757. â Michael Striss: Columbo â der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, ISBN 978-3-96317-691-3 (ePDF), S. 18â19, 21
cite-note-5858. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 36
cite-note-5959. â Michael Striss: Columbo â der Mann der vielen Fragen. Analyse und Deutung einer Kultfigur. BĂźchner-Verlag, ISBN 978-3-96317-691-3 (ePDF), S. 21â22
cite-note-6060. â Uwe Lingau: Amerikanischer MĂśrder-Jäger mit Stimme von Tatort-Kommissar. In: Abendblatt.de. 11. Februar 1975, abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-6161. â Budd Wilkins: Just One More Thing: Columbo: The 1970s (Seasons 1-7) on Kino Lorber Blu-ray. In: Slant Magazine. 7. Dezember 2023, abgerufen am 5. Januar 2024 (englisch).
cite-note-6262. â Peter Falk versus Columbo. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 29. September 2022.
cite-note-6363. â Shaun Curran: Why the world still loves 1970s detective show Columbo., BBC Culture (online), 10. September 2021
cite-note-6464. â Jason Diamond: âJust One More Thingâ: How Columbo Became an Unlikely Quarantine Hit. GQ (online), 12. April 2021
cite-note-6565. â David Koenig: Shooting Columbo: The Lives and Deaths of TVâs Rumpled Detective. Bonaventure Press, Aliso Viejo, Kalifornien 2021, S. 44
cite-note-6666. â David Koenig: Shooting Columbo, Bonaventure Press, 2021, ISBN 978-1-937878-13-9 (E-Book), S. 53.
cite-note-6767. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 95
cite-note-6868. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 100
cite-note-6969. â Kevin Nitsch: Poker Face â Wie Columbo⌠nur modern! BR24 (online), 25. April 2023
cite-note-7070. â Liste von Erwähnungen von Columbo in Filmen und Fernsehsendungen
cite-note-7171. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 306â307
cite-note-sanello-ct-7272. â Frank Sanello: Columbos World. Chicago Tribune, 2. April 1989
cite-note-7373. â Mark Dawidziak: The Columbo Phile: A Casebook. A Complete and Illustrated History of Televisionâs Finest Mystery Series. Mysterious Press, New York 1989, ISBN 0-89296-376-X, Seite 306
cite-note-7474. â Uwe Killing: Peter Falk oder die Kunst, Columbo zu sein. (Prolog), Osburg Verlag, Hamburg 2016.